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Leo III. (Papst)

Papst

eo III. bedeutet der Löwe. Sein Vorgänger Hadrian I. hatte gute Beziehungen zwischen Rom und dem Frankenreich aufgebaut. Nach seiner Wahl sandte Leo III. die Schlüssel zum Grab des Heiligen Petrus als Zeichen eines Treueides an König Karl den Großen. Karl wurde dadurch das Amt eines patricius Romanorum zugesprochen, wodurch er Schutzherr über Rom wurde.

Die Familie seines Vorgängers Hadrian war Leo feindlich gesinnt, da sie unter dessen Pontifikat einträgliche Ämter gesammelt hatte. Am 25. April 799, während der Litania-maior-Prozession, stürzten Gegner um Paschalis und Campulus, den Neffen Hadrians, Leo vom Pferd und versuchten, ihn zu blenden und ihm die Zunge abzuschneiden. Er wurde in ein Kloster gebracht, aus dem ihm mit Hilfe seiner Diener die Flucht gelang. Mit fränkischer Hilfe kam er nach Paderborn, wo sich Karl der Große im Krieg gegen die Sachsen aufhielt. Karl hörte auch Leos Gegner an, doch es kam zu keiner Entscheidung. Der Papst wurde mit fränkischen Missi, darunter der Mainzer Erzbischof Richulf, nach Rom zurückgeschickt, damit die Vorwürfe dort geklärt würden. Da die Untersuchungen nicht vorankamen, entschloss sich Karl, im Jahre 800 selbst nach Rom zu ziehen.

In Rom konnte keiner der Papstgegner ausreichende Beweise gegen Leo III. erbringen, sodass es nicht zu einer Verurteilung wegen Ehebruches kam. Leo III. musste seine Unschuld durch einen Reinigungseid am 23. Dezember 800 beweisen. Während der Weihnachtsmesse am 25. Dezember 800 krönte Leo Karl den Großen zum Kaiser. Nach aktueller Forschung strebte Karl diese Krönung bewusst an. Sie war das Fundament für das westliche mittelalterliche Kaisertum. Das Byzantinische Reich sah den Akt als Usurpation an, doch Kaiserin Irene war innenpolitisch zu schwach, um gegen Karl vorzugehen. Wenige Tage später verurteilte Karl die Gegner des Papstes wegen Majestätsverbrechen zum Tode, begnadigte sie aber auf Bitten Leos zu lebenslangem Exil. Nach Leos Tod kehrten sie nach Rom zurück. Bei der Kaiserkrönung Ludwigs des Frommen in Aachen 813 war Leo nicht anwesend, offenbar weil er die Macht der fränkischen Kaiser über Rom nicht uneingeschränkt anerkennen wollte. Am 12. Juni 816 starb Leo. 1673 wurde er durch Papst Clemens X. heiliggesprochen.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Leo III. (Papst)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 267480359redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Verschiedene: Original: Autor/-in unbekannt Restauriert: Ferdinando Fuga (1743)entstanden 798Public domainQuelle