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Lombardei

Region in Italien

Langobarden und Reichsitalien

m Jahr 568 eroberte König Alboin mit den Langobarden die Po-Ebene und errichtete ein Königreich mit der Hauptstadt Pavia, das unter Grimoald und Liutprand seine größte Ausdehnung erreichte. Seither trägt das Kernland den Namen Langobardia oder Lombardia. 754 griffen die Franken unter Pippin in den Konflikt zwischen Papst Stephan II. und den Langobarden ein, besiegten sie und schenkten dem Papst das Land zwischen unterem Po und Apenninen, wodurch Bologna und Ravenna an den Kirchenstaat fielen. Von 773 bis 774 eroberten die Franken unter Karl dem Großen das langobardische Königreich. Im Zuge der karolingischen Reichsteilungen wurde die Lombardei Mittelpunkt des karolingischen, später ottonischen Königreichs Italien, wobei Pavia bis 1024 Hauptstadt blieb. Die deutschen Könige trugen zugleich die langobardische Krone. Kaiser Heinrich III. stärkte die Städte der Lombardei mit Privilegien gegen die Markgrafschaften von Verona und Tuscien. 1077 erschien Heinrich IV. auf der Burg Canossa, dem Stammsitz der Markgräfin Mathilde von Tuscien, die sich auf die Seite des Papstes gestellt hatte.

Kampf der Großmächte um Mailand

1450 riss Francesco Sforza in Mailand die Macht an sich. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Lombardei zum Kriegsschauplatz zwischen Frankreich, der Habsburgermonarchie und der Schweiz. Mailand verbündete sich unter Ludovico Sforza mit Frankreich, das 1500 gemeinsam mit der Schweiz die Stadt besetzte. Die Schweiz erhielt 1503 Bellinzona, Parma und Piacenza wurden päpstlich. Nach dem Verlust Bergamos und Brescias durch Venedig 1509 verbündete sich der Papst mit Habsburg und England gegen Frankreich, das Mailand 1512 räumen musste. 1515 gewann Frankreich unter Franz I. nach dem Sieg bei Marignano Mailand zurück, 1516 erkannte Spanien diese Herrschaft an, doch Karl V. hielt sich nach seiner Thronbesteigung nicht daran gebunden. 1525 besiegte Karl Franz bei Pavia, 1526 wurden Mailand und Genua im Frieden von Madrid formal unabhängig. 1535 fiel Mailand endgültig an Habsburg und wurde mit der Erbteilung 1556 spanisch, während Brescia und Bergamo venezianisch blieben.

Napoleon und die neuen Republiken

Ab März 1796 eroberte Napoleon in seinem Italienfeldzug rasch große Teile Norditaliens, darunter die Lombardei, unterstützt von der Abneigung der Italiener gegen die österreichische Fremdherrschaft. Er arbeitete auf die Errichtung einer eigenständigen Republik im Norden Italiens hin und beseitigte die österreichische Herrschaft in Mailand und Mantua sowie die Selbständigkeit Venedigs. Im Oktober 1796 wurde südlich des Po die Cispadanische Republik gegründet, am 9. Juli 1797 nördlich des Po die Transpadanische Republik, die im Wesentlichen das Gebiet der Lombardei umfasste. Diese wurde später in Cisalpinische Republik umbenannt und um die Cispadanische Republik, Teile Venetiens und das schweizerische Veltlin erweitert. Diese Phase endete im April 1799 mit dem Zweiten Koalitionskrieg, als die Republiken unter dem Vormarsch der Armeen Suworows zusammenbrachen. Nach seinem Staatsstreich am 9. November überquerte Napoleon erneut die Alpen und drängte die österreichisch-russische Armee zurück; nach der Schlacht von Marengo wurde die Cisalpinische Republik wieder errichtet.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel LombardeiVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270530866redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Luca Casartellientstanden 2013CC BY-SA 3.0Quelle