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Ludwig IV. (Thüringen)

Landgraf von Thüringen und Pfalzgraf von Sachsen

udwig wurde 1200 als zweiter von vier Söhnen des Landgrafen Hermann I. auf der Burg Creuzburg geboren und trat nach dessen Tod 1217 die Regierung an. Schon bald geriet er in schwere Konflikte mit dem Erzbischof von Mainz, die durch Kaiser Friedrich II. geschlichtet wurden. Seit 1221 war Ludwig mit Elisabeth, der Tochter des ungarischen Königs Andreas II., verheiratet. Nach dem Tod seines Schwagers Markgraf Dietrich von Meißen 1221 erhielt Ludwig die Vormundschaft über seinen Neffen Heinrich den Erlauchten und drang mit militärischer Gewalt bis in die Niederlausitz vor, stieß dabei aber auf den Widerstand seiner Schwester Jutta. Ludwig pflegte gute Beziehungen zu Kaiser Friedrich II., der ihn zum Marschall ernannte und von dem er 1226 die Eventualbelehnung der Markgrafschaft Meißen erlangte. Im Gegenzug schloss sich Ludwig dem Kreuzzug Friedrichs II. nach Jerusalem an. Am 24. Juni 1227 brach er von der Creuzburg auf, überquerte die Alpen und schloss sich in Süditalien dem kaiserlichen Hauptheer an. Noch bevor die Reise auf dem Seeweg ins Königreich Jerusalem fortgesetzt wurde, starb er im Feldlager bei Otranto an einer Fiebererkrankung. Die Nachricht von Ludwigs Tod erhielt Elisabeth im Oktober 1227. Beigesetzt wurde er im Kloster Reinhardsbrunn, dem Hauskloster der Ludowinger. Ludwigs Nachfolger als Landgraf von Thüringen wurde offiziell sein fünfjähriger Sohn Hermann II., unter der Vormund- und Regentschaft seines Bruders Heinrich Raspe.

Ludwig IV. heiratete 1221 Elisabeth von Ungarn. Mit ihr hatte er drei Kinder: Hermann II., geboren 1222 und gestorben 1241, verheiratet 1239 mit Helene von Braunschweig-Lüneburg; Sophie, geboren 1224 und gestorben 1275, verheiratet mit Heinrich II., Herzog von Brabant; und Gertrud, geboren 1227 und gestorben 1297, Äbtissin im Prämonstratenserinnenkloster Altenberg in Hessen.

Während die Verehrung von Ludwigs Ehefrau Elisabeth sich rasch verbreitete und von kirchlicher Seite gefördert wurde, blieb die Verehrung Ludwigs auf Thüringen begrenzt und erlosch im 14. Jahrhundert, ohne dass es zu einer kirchlichen Heiligsprechung kam.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Ludwig IV. (Thüringen)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 270292960redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Anonymentstanden 1301–1400Public domainQuelle