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Otranto

italienische Gemeinde

tranto gehörte nach dem Niedergang Roms zum Byzantinischen Reich, wurde aber um 1070 von den Normannen erobert, die die Stadt befestigten und die 1088 geweihte Kathedrale errichteten. Durch die Heirat Heinrichs VI., Sohn Kaiser Friedrich Barbarossas, mit Konstanze von Sizilien 1186 und seine Krönung zum König von Sizilien 1194 in Palermo kam Otranto unter die Herrschaft der Staufer und später in die Hände Ferdinands I. von Aragón. 1480 eroberten osmanische Türken die Stadt, 800 Christen wurden enthauptet, darunter Erzbischof Stefano Pendinelli. 1481 wurde Otranto von christlichen Streitkräften unter Alfons II. zurückgewonnen. Weitere Türkeneinfälle 1535, 1537, 1614 und 1644 folgten. Napoleon verlieh seinem Polizeiminister Joseph Fouché später den Titel Herzog von Otranto.

Zu den Hauptanziehungspunkten der Stadt zählen die Kathedrale Santa Annunziata mit ihren Mosaiken aus den Jahren 1163 bis 1165, die Festung Castello Aragonese sowie die kleine byzantinische Kirche San Pietro und das Hypogaeum von Torre Pinta. Die von einer mächtigen Stadtmauer umschlossene Altstadt bildet im Sommer eine Hauptattraktion und ist besonders am Samstagabend Treffpunkt der gesamten Umgebung. Sonntagnachmittags wird die Uferstraße von der Porta Terra an für den Durchgangsverkehr gesperrt und den Fußgängern vorbehalten.

Die Kathedrale Santa Annunziata, eine Basilica minor aus dem 12. Jahrhundert, ist Sitz des Erzbistums Otranto. In ihr befindet sich ein großes Bodenmosaik ebenfalls aus dem 12. Jahrhundert. Außerdem bewahrt die Kathedrale Reliquien der 800 Märtyrer von Otranto.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel OtrantoVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270549497redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Freddyballoentstanden 2008CC BY-SA 3.0Quelle