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Luitpold (Karantanien und Oberpannonien)

Markgraf in Karantanien und Oberpannonien, Graf im Donau- und Nordgau

uitpolds Abstammung ist ungeklärt. Eine Zugehörigkeit zu den Huosi wird diskutiert, eine Verwandtschaft mit den Karolingern gilt als wahrscheinlicher. Möglicherweise war Ernst II., Graf in Bauarn, sein Vater. Sein politischer Aufstieg lässt sich nicht nur durch militärische Leistungen erklären, sondern auch durch dynastische Bindungen. Seine Mutter stammte vermutlich aus dem Haus der Welfen, als Tochter Rudolf I., Graf von Ponthieu, und war damit Nichte der Kaiserin Judith und der Hemma. Eine weitere Verwandte, Liutswind, war mutmaßlich seine Tante und Mutter Kaiser Arnulfs von Kärnten. Dadurch war Luitpold vermutlich ein Cousin Arnulfs und eng mit dem karolingischen Königshaus verbunden. Diese Bindungen könnten erklären, warum er trotz fehlender Vorfahren in hohen Reichsämtern eine herausgehobene Stellung erreichte.

893 setzte Kaiser Arnulf von Kärnten Luitpold als Markgraf in Karantanien und Oberpannonien ein, wodurch er die Nachfolge der Wilhelminer antrat. Um 895 erwarb er die Grafschaften Donaugau und Nordgau um Regensburg und festigte damit seine Stellung im Südosten des Reiches. Die karolingischen Kaiser betrauten ihn mit Aufgaben in Mähren und der Abwehr der Ungarneinfälle. 898 zog er gegen das großmährische Reich und erscheint 903 als dux Boemanorum. Nach Arnulfs Tod erreichte er eine so starke Stellung, dass er als nepos des unmündigen Königs Ludwig bezeichnet wird. Am 4. Juli 907 fiel Luitpold an der Spitze des bayerischen Heerbanns in der Schlacht von Pressburg, als seine Truppen eine der schwersten Niederlagen der Ungarneinfälle erlitten.

Luitpold war mit Kunigunde von Schwaben verheiratet, der Schwester des Pfalzgrafen Erchanger und seines Bruders Berthold, und ging damit eine Verbindung mit einem wichtigen schwäbischen Geschlecht ein. 913 heiratete König Konrad I. Luitpolds Witwe, um die Herzogtümer Bayern und Schwaben enger ans Königtum zu binden. Aus der Ehe mit Kunigunde gingen die späteren Herzöge Arnulf der Böse und Berthold hervor. Sein Sohn Arnulf I. von Bayern knüpfte an diese dynastische Stellung an, strebte nach politischer Unabhängigkeit und wurde in einzelnen Quellen als König bezeichnet.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Luitpold (Karantanien und Oberpannonien)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 265335046redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Wilhelm Lindenschmit the Elderentstanden 1840Public domainQuelle