Ungarneinfälle
Schlacht der Ungarnkriege
81 griffen die Magyaren bei Wenia an, während das bairische Herzogtum durch Thronzwistigkeiten und Kämpfe mit dem Mährerreich geschwächt war. Nach dem Tod Kaiser Arnulfs fielen sie ins Marchfeld ein. Markgraf Luitpold und Bischof Richard von Passau besiegten sie 900, die Bayern siegten erneut 901 an der Fischa. 904 oder 906 erschlugen die Bayern den Kende Kursan bei einem Gastmahl. 907 endete ein bayerischer Feldzug jedoch in der Katastrophe der Schlacht von Pressburg, bei der Luitpold fiel. Herzog Arnulf der Böse baute daraufhin ein Reiterheer auf und führte eine neue Lehnenspflicht ein. Nach erneuten Einfällen 908 und 909 schlug Arnulf die Magyaren 909 an der Rott, doch 910 siegten diese bei Neuching und auf dem Lechfeld über König Ludwig das Kind.
Unter König Konrad I. erschütterten Ungarneinfälle und Aufstände in Bayern, Sachsen und Schwaben das Reich, sodass sich Konrads Herrschaft auf sein fränkisches Stammland beschränkte. 912 zogen die Magyaren durch Bayern und Schwaben, 913 stellten ihnen Arnulf, Pfalzgraf Erchanger und dessen Bruder Berthold am Inn eine schwere Niederlage, bei der angeblich nur 30 Magyaren überlebten. Danach kam es offenbar zu einem Abkommen. Nach seinem gescheiterten Aufstand gegen Konrad floh Arnulf 914 zu den Ungarn und nutzte diese Beziehungen, sodass Bayern in den folgenden 13 Jahren von weiteren Einfällen verschont blieb.
Weil Bayern verschont blieb, traf die Last der Einfälle die übrigen Stämme stärker. Heinrich von Sachsen hatte die Magyaren 913 bei Merseburg gestellt, doch 915 verwüsteten sie Schwaben, Thüringen und Sachsen, plünderten Bremen, zerstörten 917 Basel und drangen ins Elsass und nach Lothringen vor. 926 gelang Heinrich bei Werla die Gefangennahme eines Fürsten, worauf er einen zehnjährigen Waffenstillstand für Sachsen erreichte und Burgen sowie ein Reiterheer aufbaute. Die Ungarn wandten sich daraufhin Süddeutschland zu und bestürmten 926 Augsburg, 927 kamen Heinrich und Arnulf am Ingelheimer Hoftag zu einem gemeinsamen Vorgehen zusammen. Als Heinrich den Tribut verweigerte, kam es am 15. März 933 zur Schlacht bei Riade an der Unstrut, die Heinrich eindeutig gewann, obwohl er danach weiter Tribut leistete.