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Mansfeld (Adelsgeschlecht)

Mansfeld (Adelsgeschlecht)

it Hoyer von Mansfeld wurde 1050 der erste Mansfelder namentlich erwähnt. Sein Sohn Hoyer I. führte als erster den Titel Graf von Mansfeld und fiel 1115 als Feldherr Kaiser Heinrichs V. in der Schlacht am Welfesholz. 1069 waren die Mansfelder von König Heinrich IV. zu Gaugrafen im nördlichen Hassegau ernannt worden, als Nachfolger der aufsässigen Wettiner. Dazu gehörte auch der Krongutsbezirk Eisleben, dessen Allodialbesitz 1192 an das Erzbistum Magdeburg fiel und von diesem an die Grafen verlehnt wurde. Wirtschaftlich waren die Mansfelder durch Bergbau- und Münzrechte erfolgreich; Gewinne aus Hüttenbetrieben und Schachtanlagen sowie militärisches Geschick und Loyalität gegenüber dem Kaiserhaus sicherten ihnen eine starke Stellung am kaiserlichen Hof.

1229 starb mit Burchard I. der letzte männliche Mansfelder. Durch seine Erbtochter Sophia von Mansfeld kamen die Besitzungen an die Edelherren von Querfurt, die fortan ebenfalls den Titel des Mansfelder Grafen führten. Das Erstarken der Wirtschaft und die Reichsunmittelbarkeit weckten die Begehrlichkeiten der Nachbarn Magdeburg, Halberstadt und des wettinischen Sachsens. Der Kinderreichtum der Grafen, mancher hatte bis zu 22 Kinder, führte zu Erbteilungen; die erste 1501 spaltete das Haus in die Linien Mansfeld-Vorderort, -Mittelort und -Hinterort. Zahlreiche Eheschließungen verbanden die Mansfelder mit den Askaniern und zahlreichen thüringischen und herzoglichen Häusern, nach 1627 auch mit böhmischen und österreichischen Familien.

Die Reformationszeit brachte Turbulenzen: Während die Vorderorter Linien katholisch blieben, waren Gebhard VII., Jobst I. und Albrecht VII. durch ihre Freundschaft zu Martin Luther glühende Verfechter der protestantischen Lehre und unterzeichneten 1530 das Augsburger Glaubensbekenntnis. Albrecht VII. ließ die Bauernaufstände blutig niederschlagen. Im Januar 1546 reiste Luther nach Eisleben, um Erbstreitigkeiten der Familie zu schlichten; er starb dort am 18. Februar in Anwesenheit von Albrecht VII. Kaiser Karl V. verhängte 1547 die Reichsacht über Albrecht VII., die 1552 aufgehoben wurde. Hohe Verschuldung führte 1566 zur Einsetzung einer Schuldenkommission durch Kaiser Maximilian II., und 1570 bis 1579 zur Sequestration, die schließlich Sachsen und Magdeburg zur Mediatisierung der Grafschaft nutzten.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Mansfeld (Adelsgeschlecht)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 264813576redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Wappen gemeinsam erstellt von LeoDavid und DORADOentstanden 1101–1200CC0Quelle