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Margarete von Tirol

Gräfin von Tirol und Görz, Titularherzogin von Kärnten, durch Heirat Herzogin von Bayern und Markgräfin von Brandenburg

erzog Heinrich von Kärnten und Tirol sicherte 1330 mit Kaiser Ludwig dem Bayern die weibliche Erbfolge für seine Töchter zu. Margarete wurde 1330 in Innsbruck mit Johann Heinrich von Luxemburg vermählt, dem Bruder des späteren Kaisers Karl IV. Die Ehe war von gegenseitiger Abneigung geprägt. Nach dem Tod ihres Vaters 1335 trat Margarete die Nachfolge in Tirol an, nachdem Habsburger und Wittelsbacher zunächst über eine Aufteilung Tirols gestritten hatten. Im Frieden von Enns 1336 wurden die Verhältnisse geklärt. Markgraf Karl übernahm ab 1335 zeitweise die Regentschaft, brachte böhmische Berater mit, die von den Tirolern abgelehnt wurden. 1341 vertrieb Margarete mit ihren Tiroler Räten ihren Ehemann Johann Heinrich aus Tirol und erklärte die Ehe für nicht vollzogen. Er fand schließlich beim Patriarchen von Aquileia Unterkunft.

1342 heiratete Margarete in Meran, in Anwesenheit Kaiser Ludwigs IV., dessen Sohn Ludwig I. von Bayern-Brandenburg. Papst Clemens VI. erkannte diese Ehe wegen der ersten Verbindung und naher Verwandtschaft nicht an und verhängte über beide Eheleute den Bann sowie ein Interdikt über Tirol. Marsilius von Padua und William von Ockham verteidigten die Ehe in Traktaten. Ludwig setzte sich als Regent durch, ein Umsturzversuch von Papst und Luxemburgern scheiterte. Karl belagerte Margarete 1347 erfolglos auf Schloss Tirol und ließ auf dem Rückzug Meran und Bozen niederbrennen. Erst 1350 versöhnten sich Karl und Margarete. 1348 bat der vertriebene Johann Heinrich Papst Clemens VI. um Annullierung der Ehe, unter anderem mit dem Argument, sie sei nie vollzogen worden und durch eine Verzauberung verhindert worden.

Nach dem überraschenden Tod ihres Gemahls im September 1361 folgte ihr gemeinsamer Sohn Meinhard in Oberbayern und Tirol nach. Meinhards Verhältnis zu seiner Mutter verschlechterte sich, während sie Kaiser Karl IV. in Nürnberg besuchte. 1362 verloren einige Tiroler Adelige ihre Stellung, Märkte und Städte gewannen an Bedeutung und wurden in die Landstände aufgenommen. Nachdem Meinhard Anfang 1363 kinderlos gestorben war, überschrieb Margarete, vom Tiroler Adel unter Druck gesetzt, Tirol dem Habsburger Rudolf IV. von Österreich und übergab ihm die Regierungsgewalt. Die Wittelsbacher fielen daraufhin in Tirol ein, verzichteten aber 1369 im Frieden von Schärding gegen eine Entschädigung. Vier Tage nach diesem Friedensschluss starb Margarete in Wien, wo sie ihre letzten Jahre verbracht hatte.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Margarete von TirolVersionsgeschichteBearbeitungsstand 268591771redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0