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Maria Anna von Spanien (1606–1646)

Infantin von Spanien, Portugal, Neapel und Sizilien und durch Heirat römisch-deutsche Kaiserin

Heiratsverhandlungen

aria Anna war das vierte Kind und die dritte Tochter des spanischen Königs Philipp III. und seiner Ehefrau Margarete von Österreich. Zunächst war eine Verbindung mit Johann Karl, dem Sohn Kaiser Ferdinands II., geplant, doch dieser starb 1619 im Alter von 14 Jahren. Danach kam Ferdinand, der dritte Sohn Ferdinands II., als möglicher Ehemann in Betracht. Auch der englische Kronprinz Karl bewarb sich 1623 um Maria Anna, doch das Projekt scheiterte an der Religionsfrage. 1626 fand die Verlobung mit Ferdinand statt, gefolgt von langen Verhandlungen über Hofstaat und Beichtvater; 1628 wurde der Kapuziner Diego Quiroga bestimmt. Im Ehekontrakt von 1628 behielt Maria Anna, anders als ihre Schwester Anna, ihre spanischen Thronrechte.

Brautfahrt und Vermählung

Im Dezember 1629 verließ die Infantin Spanien mit großem Gefolge, um zu ihrem Verlobten zu reisen. Die Reise verlief mitten im Dreißigjährigen Krieg gefährlich und langwierig, zusätzlich verzögert durch Seuchen und Feste. Über das Mittelmeer erreichte Maria Anna Neapel, und am 26. Januar 1631 wurde sie in Triest an Erzherzog Leopold V. von Tirol übergeben, der sie nach Wien brachte. Insgesamt dauerte die Brautfahrt 14 Monate. Die Vermählung mit Ferdinand, damals König von Böhmen und Ungarn, fand am 26. Februar 1631 in der Augustinerkirche zu Wien statt, gefolgt von einem Monat Feierlichkeiten. Im Januar 1637 wurde sie im Regensburger Dom zur Königin gekrönt. Nach dem Tod Ferdinands II. am 15. Februar 1637 wurde ihr Ehemann als Ferdinand III. Kaiser und sie damit Kaiserin.

Kaiserin und Tod

Maria Anna verfügte über ein heiteres Gemüt und war ihrem Ehemann eine zuverlässige Ratgeberin. Sie begleitete ihn häufig auf Reisen und wurde mehrfach während seiner kriegsbedingten Abwesenheit zur Regentin bestellt. 1645 zog sich die Kaiserfamilie wegen des Vormarschs der Schweden nach Graz und später wegen Seuchen in Wien nach Linz zurück. Dort starb Maria Anna am 13. Mai 1646 im Alter von 39 Jahren kurz vor der Geburt ihres letzten Kindes, eines Mädchens, das per Kaiserschnitt aus dem toten Körper der Kaiserin geholt wurde, aber wenige Stunden später verschied. Mutter und Kind wurden unter der Kapuzinerkirche in Wien im selben Sarg bestattet.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Maria Anna von Spanien (1606–1646)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 264512628redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Diego Velázquezentstanden 1630Public domainQuelle