Kontextartikel2 Min. Lesezeit

Mathilde (Ostfrankenreich)

Gemahlin König Heinrichs I.

athildes Vater war der sächsische Graf Dietrich, ein Nachkomme des Sachsenherzogs Widukind, der Karl dem Großen lange Widerstand leistete. Sie wurde um 896 geboren und im Kloster Herford von ihrer gleichnamigen Großmutter erzogen. 909 wurde Mathilde auf der Königspfalz Wallhausen mit Heinrich, dem späteren Herzog von Sachsen (ab 912) und ostfränkischen König (ab 919), vermählt, nachdem dieser seine erste Ehe mit Hatheburg von Merseburg hatte annullieren lassen. König Heinrich bestimmte zu seinen Lebzeiten, dass nur der älteste Sohn Otto ihm auf den Königsthron folgen sollte. Er beendete damit auch die karolingische Praxis der Teilung des Reiches unter allen legitimen Söhnen. Am 16. September 929 erhielt Mathilde von ihrem Mann an den Orten Quedlinburg, Pöhlde, Nordhausen, Grone und Duderstadt ihr Wittum (Witwengut) zur Nutzung auf Lebenszeit.

Mathilde gründete am 31. Juli 936 in Heinrichs Bestattungsort Quedlinburg ein Stift. Zwischen Königin Mathilde und ihrem Sohn Otto I. gab es in den Jahren 936 bis 946 Streit um die freie Verfügung über ihr Witwengut. Das Dionysius- und Servatiusstift in Quedlinburg wurde zum wichtigsten Zentrum des Gebets und des Totengedenkens im ostfränkischen Reich. Ottos Frau, Königin Edgith, soll schließlich die Versöhnung herbeigeführt haben, bei der Mathilde ihre Güter überlassen und Otto für seine Taten vergeben wurde. Ihre letzte Stiftung tätigte sie 961 in Nordhausen. Nach ihrem Tod wurde ihr Wittum jedoch neu vergeben; es ging schließlich im Jahr 972 in der Heiratsurkunde an Theophanu, die Frau Ottos II., über.

Nach langer Krankheit starb Königin Mathilde am 14. März 968 im von ihr gegründeten Servatiusstift in Quedlinburg. Dort wurde sie an der Seite ihres Mannes in einem Vorgängerbau der heutigen Stiftskirche bestattet.

Fast alle Informationen zur Königin Mathilde stammen aus zwei Lebensbeschreibungen, der früheren und der späteren Vita. Die frühere Vita wird auf den Zeitraum zwischen 973 und 975 datiert. Die spätere Vita muss nach 1002 entstanden sein, da sie König Heinrich II. gewidmet ist, der in diesem Jahr zum König gekrönt wurde.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Mathilde (Ostfrankenreich)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 267631779mit KI-Unterstützung gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Autor/-in unbekanntentstanden 1938Public domainQuelle