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Matthias Corvinus

ungarischer König

atthias war Sohn Johann Hunyadis. Nach dessen Tod 1456 und der Hinrichtung seines Bruders László 1457 wurde er in Prag gefangen gehalten. Nach dem Tod des kinderlosen Königs Ladislaus Postumus im Dezember 1457 kam er frei. Am 24. Januar 1458 wählte man ihn mit vierzehn Jahren zum König von Ungarn, sein Onkel Szilágyi wurde Reichsverweser. Kaiser Friedrich III. beanspruchte ebenfalls die ungarische Krone und wurde 1459 von einer Adelsgruppe zum Gegenkönig gewählt, konnte sich aber nicht durchsetzen. Nach Kämpfen kam es 1463 zum Frieden von Ödenburg, der westungarische Gebiete an Österreich brachte.

Als Georg von Podiebrad 1466 dem päpstlichen Bannspruch verfiel, wurde Matthias mit der Exekution beauftragt. 1469 rückte er in Mähren ein, wurde aber bei Vilémov geschlagen. Auf Wunsch der Grünberger Allianz ließ er sich 1469 in Olmütz zum Gegenkönig in Böhmen wählen. Nach Podiebrads Tod 1471 konnte Matthias das eigentliche Böhmen nie erobern, seine Herrschaft erstreckte sich nur auf Mähren, Schlesien, Ober- und Niederlausitz. Trotzdem nannte er sich seit 1469 böhmischer König und ließ sich 1471 in Iglau krönen.

Der Streit um Böhmen mündete in einen offenen Krieg mit Kaiser Friedrich III. Am 12. Juni 1477 erklärte Matthias ihm den Krieg. Der Friedensvertrag von Gmunden-Korneuburg vom 1. Dezember 1477 brachte Matthias die Anerkennung als böhmischer König und die Herrschaft über Mähren, Schlesien und die Lausitz; Friedrich musste 100.000 Gulden zahlen. 1482 kam es erneut zum Krieg, ungarische Truppen besetzten weite Teile der habsburgischen Erblande und eroberten bis 1483 Orte wie Hainburg und Klosterneuburg. Nach der Schlacht bei Leitzersdorf und einer rund vier Monate währenden Belagerung zog Matthias am 1. Juni 1485 als Sieger in Wien ein, wo er bis an sein Lebensende oft residierte.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Matthias CorvinusVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269138570redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Andrea Mantegnaentstanden 1451–1500Public domainQuelle