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Maximilian von und zu Trauttmansdorff

österreichischer Politiker

eine Eltern waren Johann Friedrich von Trauttmansdorff, der 1614 starb, und dessen Ehefrau Eva von Trauttmansdorff, die um 1550 geboren wurde und 1592 starb.

GrazOrt auf der Karte 164847.0708 N, 15.4386 OAuf der Karte zeigen

Von 1601 bis 1603 studierte Trauttmansdorff Rechtswissenschaften in Padua, Siena und Perugia und diente kurz als Rittmeister in der Kaiserlichen Armee. 1609 wurde er Mitglied des Reichshofrats unter Kaiser Rudolf II. Unter Kaiser Matthias förderte ihn Geheimratsdirektor Melchior Khlesl. 1614 wurde er Obersthofmeister von Kaiserin Anna von Österreich-Tirol, 1618 Geheimer Rat. Nach Khlesls Sturz drängte er Matthias zu Schritten gegen Ferdinand II. und Maximilian III. Gegenüber den böhmischen Aufständischen vertrat er eine moderate Linie. Nach Matthias' Tod wurde er wichtigster Berater Ferdinands II. und vermittelte 1619 das Bündnis zwischen Ferdinand II. und Herzog Maximilian I. von Bayern. Im Frieden von Nikolsburg vom 6. Januar 1622 verzichtete Gábor Bethlen auf die ungarische Krone; Trauttmansdorff wirkte daran mit. 1623 erhielt er dafür die Grafenwürde.

Ab spätestens 1633 war Trauttmansdorff Obersthofmeister und enger Berater Ferdinands III. und gehörte zu den Kritikern Wallensteins; nach dessen Weigerung, gegen Bernhard von Sachsen-Weimar vorzugehen, riet er dem Kaiser zur Verhaftung Wallensteins. 1634 wurde er Minister Ferdinands II. und verhandelte mit Kursachsen; am 30. Mai 1635 schloss er den Frieden von Prag. Mit der Kaiserkrönung Ferdinands III. 1637 wurde er mächtigster Mann am Wiener Hof nach dem Kaiser. Von 1645 bis 1647 verhandelte er als habsburgischer Hauptunterhändler in Münster am Westfälischen Frieden mit und legte im Juni 1647 das „Trauttmansdorffianum“ vor, das jedoch nicht durchgesetzt wurde; enttäuscht kehrte er am 6. Juni 1647 an den Hof zurück. Er starb am 8. Juni 1650 in Wien.

1615 heiratete Trauttmansdorff die Gräfin Sophie von Pálffy. Aus der Ehe gingen sieben Söhne und zwei Töchter hervor, darunter Adam Matthias, böhmischer Oberstlandmarschall, und Johann Friedrich, Statthalter in Böhmen.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Maximilian von und zu TrauttmansdorffVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269997883redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Anselm van Hulleentstanden 1601–1700Public domainQuelle