Kontextartikel1 Min. Lesezeit

Memmingen

kreisfreie Stadt und Stadtgemeinde in Schwaben, Bayern, Deutschland

Frühe Besiedlung

ie erste Besiedlung Memmingens ist bereits für die Steinzeit durch Funde an der Iller bei Ferthofen belegt. Erste Baufunde stammen aus der Römerzeit, als sich dort vermutlich ein kleiner Wacht- und Siedlungsposten befand. Für diesen Ort kommen die Namen Cassiliacum oder Viaca in Betracht. Reste der Siedlung liegen unter der St.-Martins-Kirche und dem Antoniterkloster. Ob nach dem Abzug der Römer ein neuer Herr die Siedlung übernahm, lässt sich nicht mehr feststellen.

MemmingenOrt auf der Karte 164847.9878 N, 10.1811 OAuf der Karte zeigen

Reformation und Glaubensrichtung

Bis zur Reformation, die von Memmingen ausging und sich nach Oberschwaben und ins Allgäu ausbreitete, war die Stadt römisch-katholisch. Die Reformation wurde zunächst von Christoph Schappeler nach zwinglischem Vorbild durchgeführt. Diese Glaubensrichtung erwies sich jedoch als politisch im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation nicht durchsetzbar.

Wirken bedeutender Persönlichkeiten

Der Stadtgründer Welf VI., auch der Milde genannt, machte Memmingen zu seiner Residenz und starb dort. Der Buchdrucker Albrecht Kunne lebte im Mittelalter in der Stadt. Der Konstanzer Reformator Ambrosius Blarer wirkte in Memmingen, und Christoph Schappeler lebte hier zur Zeit der Reformation. Der Altphilologe und Historiker Martin Crusius war von 1554 bis 1559 Rektor der Lateinschule in Memmingen, bevor er Professor für Griechisch und Latein in Tübingen wurde.

Bedeutende Bürger

Zu den bedeutendsten Bürgern der Stadt zählten die Mitglieder der Künstlerfamilie Strigel, unter denen der Haus- und Hofmaler Maximilians I., Bernhard Strigel, hervorzuheben ist. Ebenfalls bedeutend war Bartholomäus V. Welser, Augsburger Patrizier und Großkaufmann.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel MemmingenVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269849737redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: User:Thomas Mirtschentstanden 2008Public domainQuelle