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Merseburger Dom

Kathedrale in Merseburg, Saalekreis, Sachsen-Anhalt

ie Kirche des Merseburger Domkapitels geht auf die von Heinrich I. gestiftete Johanniskirche zurück, die auch als Kirche des ersten Bistums in Merseburg genutzt wurde. Der Grundstein für den Bau einer repräsentativen Kathedrale des Bistums Merseburg wurde am 18. Mai 1015 durch den Bischof Thietmar von Merseburg gelegt. Dieser erwähnte in seiner Chronik ein Gelübde Ottos I. vor der Schlacht auf dem Lechfeld 955, im Falle des Sieges in Merseburg ein Bistum zu errichten und die Königspfalz zur Laurentiuskirche auszubauen. Die erste Weihe des viertürmigen Kirchbaus auf das Laurentiuspatrozinium fand am 1. Oktober 1021 in Anwesenheit des Kaiserpaares Heinrich II. und Kunigunde statt. Nach zwei Einstürzen des Ostchores und den jeweils anschließenden Wiederaufbauten wurde der Dom im Jahr 1042 erneut geweiht.

Dem Merseburger Bischof Werner von Wolkenburg, einem Anhänger Rudolfs, ist zu verdanken, dass Rudolf von Rheinfelden, der 1080 einer in der Schlacht bei Hohenmölsen erlittenen Verwundung erlegen war, seine Grablege im Merseburger Dom fand, obwohl der Tod des gebannten Gegenkönigs von nicht wenigen Zeitgenossen als Gottesurteil angesehen wurde. Spätere Umbauten, vor allem zwischen 1510 und 1517 unter Bischof Thilo von Trotha, überformten den Dom im Stil der Spätgotik. Aus der Basilika wurde eine spätgotische Hallenkirche.

Das bedeutendste Kunstwerk ist die im Chor befindliche Grabplatte Rudolfs von Schwaben, der am 15. Oktober 1080 starb. Sie gilt als ältestes Bildnisgrabmal des deutschen Mittelalters; hervorzuheben ist die technische Perfektion des Bronzegusses.

Im Merseburger Dom ist seit 1654 das Erbbegräbnis der wettinischen Sekundogenitur Sachsen-Merseburg untergebracht, die den Dom als Hofkirche nutzte. Diese sogenannte Fürstengruft ist ein bedeutendes Denkmal barocker Bestattungskultur.

Der Dom beherbergt heute eine der größten und bedeutendsten romantischen Orgeln in Deutschland, geschaffen in zwei Etappen (1853 bis 1855 und 1866) von dem Orgelbauer Friedrich Ladegast. Sie verfügt über 81 Register, die auf vier Manuale und Pedal verteilt sind.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Merseburger DomVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270075356mit KI-Unterstützung gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Original uploaded by Hejkalentstanden 2006CC BY-SA 2.0 deQuelle