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Metz

Stadt in Frankreich

ie Keltensiedlung Divodurum wurde 52 vor Christus von den Römern erobert und wuchs an der Kreuzung wichtiger Straßen nach Reims, Lyon, Trier, Straßburg und Mainz zu einer der größten Städte Galliens heran. Im 2. Jahrhundert hatte die Stadt 40.000 Einwohner und war damit größer als Lutetia, das heutige Paris. Im 4. und 5. Jahrhundert entstanden erste christliche Gemeinden, ein Bischofssitz ist ab 535 sicher nachweisbar. Im Jahr 451 wurde Metz vom Heer des Hunnenkönigs Attila zerstört.

MetzOrt auf der Karte 164849.1197 N, 6.1769 OAuf der Karte zeigen

Zwischen 1180 und 1210 wurde Metz Reichsstadt und schuf sich mit dem Metzgau ein eigenes Herrschaftsgebiet. Im 14. Jahrhundert stieg die Stadt zur flächengrößten Reichsstadt auf und wehrte alle Angriffe der Herzöge von Lothringen ab. Wie in der freien Reichsstadt Straßburg entwickelte sich eine Stadtrepublik, die von den reichsten Patrizierfamilien, den Paraiges, geführt wurde.

Am 10. April 1552 besetzte der französische König Heinrich II. mit Einverständnis der von Kaiser Karl V. bedrängten protestantischen Reichsfürsten die Städte Metz, Toul, Verdun und Cambrai, die zum Reich gehört hatten. Die Bürger von Metz leisteten acht Tage lang vergeblich Widerstand. Der König nannte diesen Einzug la chevauchée d’Austrasie, den Ritt nach Austrasien, und betrachtete den Erfolg als Revanche für den Verlust des lothringischen Reichsteils durch seine karolingischen und kapetingischen Vorfahren. Eigentlich erhielt Heinrich II. nur das Vikariat beziehungsweise Protektorat über die drei Bistümer Metz, Toul und Verdun. Obwohl der Katholizismus Staatsreligion Frankreichs war, paktierte das Land oft mit protestantischen deutschen Fürsten, um dem katholischen Habsburger Erbfeind die europäische Vormachtstellung streitig zu machen.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel MetzVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270121571redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Philippe Gisselbrecht/ Ville de Metzentstanden 1970CC BY-SA 4.0Quelle