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Mieszko I.

polnischer Herzog

ieszko wird erstmals für das Jahr 962 oder 963 in der Sachsengeschichte des Widukind von Corvey als rex Misaca erwähnt, im Zusammenhang mit zwei militärischen Niederlagen gegen ein slawisches Heer unter dem sächsischen Grafen Wichmann II., dem Neffen des Sachsenherzogs Hermann Billung. Sein Vater könnte der legendarische Siemomysł gewesen sein, dies ist historisch aber unsicher. Sein Herrschaftsgebiet lag in dieser Zeit im späteren Großpolen, im Gebiet um Gnesen, Posen, Kruszwica, Giecz und den Goplosee.

Nach schweren Niederlagen im Jahr 963 suchte Mieszko die Annäherung an Kaiser Otto I. und schloss ein Bündnis mit dem böhmischen Herrscherhaus der Premysliden, das er durch die Heirat mit Dobrawa, Tochter des böhmischen Herzogs Boleslav I., bekräftigte. Voraussetzung war die Annahme des Christentums. Thietmar von Merseburg berichtet dagegen, die Taufe sei erst Ergebnis der Bemühungen seiner Frau Dobrawa gewesen. Ort und Jahr der Taufe sind ungeklärt, genannt werden unter anderem 966 oder 960 sowie als Orte Gnesen, Köln, Regensburg, die Insel Ostrów Lednicki oder Rom. Das neue Verhältnis zum Kaiser trug Mieszko einen Angriff des mit Otto zerstrittenen Grafen Wichmann ein, der die heidnischen Vuloini gegen ihn aufwiegelte. Mieszko unternahm um 967 mit böhmischer Hilfe einen Feldzug gegen Wichmann, der dabei den Tod fand. 968 wurde wahrscheinlich in Posen das erste polnische Bistum gegründet.

Eine Fehde mit Markgraf Hodo I. führte am 24. Juni 972 zur Schlacht bei Zehden, in der Mieszko durch eine vorgetäuschte Flucht die Truppen des Markgrafen in einen Hinterhalt lockte und schwer besiegte. 973 nahm Mieszko am Hoftag zu Quedlinburg teil und wurde einmal als Freund des Kaisers bezeichnet. Nach dem Tod seiner Frau Dubrawka 977 heiratete er die Sächsin Oda von Haldensleben, was eine Neuausrichtung seiner Politik hin zum Reich bedeutete. Nach Ottos I. Tod verbündete sich Mieszko zunächst mit Heinrich dem Zänker gegen Otto II., huldigte ihm 984 als König, kehrte aber schon im folgenden Jahr zur Bindung an Otto III. zurück. 986 brachte er dem Kaiser in Quedlinburg ein Kamel als Geschenk und schloss ein neues Treueverhältnis. Grenzstreitigkeiten mit Böhmen ab 990 wurden vom Reich zugunsten Polens entschieden. Kurz vor seinem Tod ließ Mieszko vermutlich eine Nachfolgeregelung dokumentieren, bekannt als Dagome Iudex, in der das Reich dem Heiligen Stuhl übereignet wurde.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Mieszko I.VersionsgeschichteBearbeitungsstand 270070232redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Jan Matejkoentstanden um 1893Public domainQuelle