München
Landeshauptstadt des Freistaates Bayern, Deutschland
Die Gründung an der Salzstraße
ünchen wurde 1158 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, als forum apud Munichen im Augsburger Schied. Diese erste Nennung steht im Zusammenhang damit, dass Heinrich der Löwe, Herzog von Bayern und Sachsen, einen Übergang der Salzstraße über die Isar errichtet hatte, ungefähr an der Stelle der heutigen Ludwigsbrücke. Nahe diesem Übergang gründete er zudem einen Markt. Damit reicht die erste urkundliche Erwähnung Münchens bis in die Zeit der bairischen Herzöge des Heiligen Römischen Reichs zurück.
Wechsel an die Wittelsbacher
Als Heinrich der Löwe im Jahr 1180 vom Kaiser geächtet wurde, veränderte sich die Herrschaft über die Region grundlegend. Das Herzogtum Bayern fiel infolge dieser Ächtung an die Wittelsbacher, während München selbst an den Bischof von Freising ging. Damit endete die unmittelbare Herrschaft des Stadtgründers über die junge Siedlung, und ein neues Herrschergeschlecht trat an seine Stelle im Herzogtum Bayern.
Hauptstadt eines wiedervereinigten Herzogtums
Nach einer neuen kulturellen Blütezeit in der Spätgotik wurde München 1506, zu Beginn der Neuzeit, durch die Wiedervereinigung der Herzogtümer unter Albrecht IV., der von 1465 bis 1508 lebte, zur Hauptstadt des Herzogtums Bayern. Damit wurde die Stadt zur alleinigen Hauptstadt Bayerns. Diese Wiedervereinigung markierte einen entscheidenden Schritt in der politischen Ordnung des bairischen Territoriums innerhalb des Reichsgefüges.
Aufstieg zur Kurfürstlichen Residenz und Kriegsfolgen
Unter Herzog Maximilian I. von Bayern, der von 1597 bis 1651 lebte, gewann Bayern den Kurpfälzer Anteil der Oberpfalz sowie die Kurwürde zurück. Daraufhin wurde München 1628 Residenzstadt des Kurfürstentums Bayern, das nun wieder beinahe ganz Altbayern umfasste. Nur wenige Jahre später, 1632, musste die Stadt im Zuge des Dreißigjährigen Kriegs die Besatzung schwedischer Truppen erdulden. So folgte auf den politischen Aufstieg zur Kurfürstlichen Residenzstadt rasch eine militärische Belastung durch den andauernden Krieg im Reich.