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Niederlausitz

Region im Süden von Brandenburg, im nördlichen Sachsen und im Westen Polens

ie Niederlausitz erscheint erstmals im Bayerischen Geograph als Siedlungsgebiet der slawischen Lusitzi. Im Verlauf des 10. Jahrhunderts wurden diese unterworfen, tributpflichtig gemacht und in die Sächsische Ostmark und das Bistum Meißen einbezogen. Vom 11. bis zum 14. Jahrhundert war das als Mark Lausitz bezeichnete Gebiet zwischen Wettinern, Askaniern und Piasten umstritten. 1364 erwarben die Luxemburger die Niederlausitz und machten sie zu einem böhmischen Kronland. Am Landesausbau hatte die slawische Bevölkerung ebenso Anteil wie Einwanderer aus westlichen Reichsgebieten. Bis weit in die Neuzeit herrschte in großen Teilen des Landes die sorbische Sprache vor. Nach der Reformation wurde die Niederlausitz protestantisch, mit Ausnahme des bis 1817 fortbestehenden Klosters Neuzelle. Infolge des Dreißigjährigen Krieges erwarben 1635 die Wettiner Ober- und Niederlausitz, während die Herrschaft Cottbus bereits seit 1445 den brandenburgischen Hohenzollern gehörte. Auf dem Wiener Kongress wurde die Niederlausitz 1815 Preußen zugesprochen.

Ein Landeswappen der Niederlausitz ist erstmals 1363 im großen Majestätssiegel des böhmischen Thronfolgers Wenzel IV. belegt. Wenig später führte auch Herzog Bolko II. von Schweidnitz das Wappen in seinem Siegel. Die Farben beschreibt anlässlich des Trauerzugs für Kaiser Karl IV. erstmals 1378 die Augsburger Chronik als weißes Banner mit einem roten Ochsen. Die erste farbige Darstellung findet sich im Wappenbuch von Bergshammar aus der Mitte des 15. Jahrhunderts und zeigt einen roten Stier in Silber. Wie das Wappen der Oberlausitz entspricht es dem einer landesherrlichen Stadt, jedoch nicht dem Sitz der Niederlausitzer Landvogtei Lübben, sondern dem der Stadt Luckau.

Noch im 18. Jahrhundert war das gesamte Gebiet der Niederlausitz mit Ausnahme der deutsch geprägten Städte einsprachig sorbisch, und die Landbevölkerung beherrschte in den meisten Orten kaum Deutsch. Dies traf bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts noch auf den zentralen Teil zu, während in der Peripherie durch aktive Germanisierungspolitik in Schule und Kirche der Sprachwechsel zum Deutschen bereits erfolgt war. Nach der Statistik von Arnošt Muka aus den 1880er Jahren sprachen noch 59,3 Prozent der Einwohner des Kreises Cottbus Niedersorbisch, im Kreis Spremberg 42,1 Prozent und im Kreis Calau etwa 20 Prozent.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel NiederlausitzVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269421136redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: A.Savinentstanden 2017FALQuelle