Kontextartikel2 Min. Lesezeit

Nikephoros II.

Kaiser von Byzanz

ikephoros Phokas entstammte der byzantinischen Magnatenfamilie der Phokadai, die umfangreichen Landbesitz in Anatolien besaß. Sein Großvater war unter den Kaisern Basileios I. und Leo VI. ein bedeutender Feldherr, sein Vater Bardas Phokas führte zwischen 944 und 953 als Domestikos die Reichspolitik. Nikephoros selbst wurde unter Konstantin VII. Kommandeur an der Ostgrenze und kämpfte gegen den Hamdaniden Saif ad-Daula, der seit 945 Emir von Aleppo war. Im Sommer 960 leitete er die Expedition nach Kreta und eroberte am 7. März 961 Candia zurück. In den Feldzügen von 962 und 963 erzwang er sich den Weg nach Syrien und plünderte im März 962 Aleppo.

Nach dem Tod Kaiser Romanos II. wurde Nikephoros mit Hilfe der Kaiserwitwe Theophano und des Patriarchen zum Oberbefehlshaber der Ostarmee und dank seiner Popularität zum Kaiser proklamiert. Am 16. August 963 krönte ihn Patriarch Polyeuktos in der Hagia Sophia, am 20. September folgte die Vermählung mit Theophano. Im Westen scheiterte 964 bis 965 eine Expedition nach Sizilien, und 967 beanspruchte Byzanz weiterhin die Oberhoheit über Capua, als Otto I. dort Herzog Pandulf I. zum Bündnis bewegte. Es kam zum Krieg, in dessen Verlauf byzantinische Generäle bis an die Südküste Kalabriens zurückgetrieben wurden. Zur Finanzierung seiner Kriege kürzte Nikephoros die Bezüge des Klerus und erhöhte die Steuern, was seiner Popularität schadete und zu Aufständen führte.

Kaiserin Theophano begann eine Affäre mit dem General Johannes Tzimiskes, um ihre Position zu sichern. In der Nacht des 11. Dezember 969 wurde Nikephoros im Bukoleon-Palast mit Hilfe Theophanos von Tzimiskes und seinen Schergen ermordet. Der sich zum Kaiser aufschwingende Tzimiskes hielt im folgenden Jahr mit seinem Feldherrn Bardas Skleros den russischen Vormarsch auf Konstantinopel in der Schlacht von Arkadiopolis auf und besiegte die Russen am 24. Juli 972 an der Donau bei Dorostolon. Unter dem Beinamen Der bleiche Tod der Sarazenen war Nikephoros auch bei seinen Gegnern berühmt und verfasste eine erhalten gebliebene Abhandlung über Militärtaktiken.

Nikephoros II. war in erster Ehe mit einer Frau unbekannter Herkunft verheiratet und heiratete als frisch gekrönter Kaiser in zweiter Ehe die Regentin Theophano, Witwe des Kaisers Romanos II. Theophano war die Tochter eines Schankwirtes namens Krateros und hieß ursprünglich Anastaso. Aus der zweiten Ehe blieben keine Nachkommen, wohl aber aus der ersten, darunter Nikephoros III. Botaneiates, der von 1078 bis 1081 als Kaiser des Byzantinischen Reiches regierte.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Nikephoros II.VersionsgeschichteBearbeitungsstand 264534200redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0