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Nikolaus von Kues

Kardinal und Universalgelehrter (1401–1464)

ach dem Tod seines Förderers Otto von Ziegenhain 1430 stellte sich Nikolaus im Trierer Bischofsstreit auf die Seite Ulrichs von Manderscheid, der sich gegen Jakob I. von Sierck und Raban von Helmstatt durchsetzen wollte. Nach dem Tod Papst Martins wandte sich Ulrich 1432 an das Konzil von Basel, wo er sich gegen den neuen Papst Eugen IV. behaupten wollte, und schickte Nikolaus, der bereits 1431 den Nürnberger Reichstag für ihn besucht hatte, nach Basel. Dort erhob Nikolaus die lokale Auseinandersetzung zu einer Grundsatzfrage, indem er für die Rechte der Laienschaft eintrat, denen kein Bischof vom Papst aufgezwungen werden dürfe.

1437 verließ Nikolaus Basel im Auftrag der päpstlichen Partei, um in Konstantinopel über die Kircheneinheit zu verhandeln, und setzte sich dort gegen eine Gesandtschaft der Konzilsmehrheit durch. Am 27. November 1437 brachen der byzantinische Kaiser Johannes VIII. Palaiologos, der Patriarch von Konstantinopel und zahlreiche Bischöfe der Ostkirche mit den päpstlichen Gesandten nach Westen auf, um auf einem Unionskonzil die Einheit zu verwirklichen und militärische Unterstützung gegen die Türken zu gewinnen. Am 8. Februar 1438 landeten sie in Venedig. Damit hatte sich Nikolaus erfolgreich auf europäischer Ebene profiliert.

Im März 1438 erklärten die deutschen Kurfürsten und der neue König Albrecht II. ihre Neutralität im Konflikt zwischen Papst Eugen IV. und dem Konzil von Basel. Nikolaus war der einzige Deutsche unter den päpstlichen Gesandten, die diese Neutralität aufbrechen sollten. Am 22. Juli 1446 wurde er zum Legaten ernannt und übernahm damit eine Schlüsselposition. In dem zehn Jahre dauernden Kampf trat er auf zahlreichen Reichstagen auf, darunter dem Reichstag von Nürnberg 1438, dem Reichstag von Mainz 1441 und dem Fürstentag von Aschaffenburg 1447, auf dem sich die deutschen Fürsten endgültig für den Papst entschieden.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Nikolaus von KuesVersionsgeschichteBearbeitungsstand 267022400redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Meister des Marienlebensentstanden 1480Public domainQuelle