Österreich
Staat in Mitteleuropa
ie Bezeichnung Österreich ist in ihrer althochdeutschen Form Ostarrichi erstmals aus dem Jahr 996 überliefert. Daneben war ab dem frühen Mittelalter die lateinische Bezeichnung Austria in Verwendung. Ursprünglich eine Grenzmark des Stammesherzogtums Baiern, wurde Österreich im Jahr 1156 zu einem im Heiligen Römischen Reich eigenständigen Herzogtum erhoben. Nach dem Aussterben des Geschlechts der Babenberger 1246 setzte sich das Haus Habsburg im Kampf um die Herrschaft in Österreich durch, das auch über Jahrhunderte die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches stellte.
Der größte Teil des heutigen österreichischen Staatsgebiets wurde um 15 v. Chr. vom Römischen Reich besetzt. Der römische Kaiser Claudius richtete während seiner Herrschaft die römische Provinz Regnum Noricum ein, deren Grenzen einen Großteil des heutigen Österreich umfassten.
Im 8. Jahrhundert wurden zunehmend die großen Gebiete der Slawen und Awaren im Süden und Osten des heutigen Österreichs und darüber hinaus nach Pannonien vom Frankenreich erobert. Das eroberte slawische Karantanien kam unter bairische Kontrolle, als Teil der Marcha orientalis, dem Ostland der bairischen Stammesherzöge.
In Napoleonischer Zeit konstituierte sich ab 1804 das Kaisertum Österreich. Nach Napoleons Sturz und dem Wiener Kongress 1815 hatte Österreich eine führende Rolle im Deutschen Bund und eine hegemoniale Rolle in Italien inne, dies ging 1859 bis 1866 sukzessive verloren. Daraufhin wurde 1867 die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn errichtet.