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Oppenheim

Gemeinde im Landkreis Mainz-Bingen in Deutschland

Reichsstadt im Investiturstreit

m 20. Juli 765 wird Oppenheim erstmals im Lorscher Codex erwähnt, als Folrad und Bertrich dem Kloster Lorsch je einen Weinberg schenkten. 774 übergab Karl der Große den Ort demselben Kloster, 1008 erhielt Oppenheim Marktrechte. Im Oktober 1076 forderten Fürsten auf dem Reichstag von Tribur und Oppenheim König Heinrich IV. auf, sich vom päpstlichen Bann zu lösen, was seinen Gang nach Canossa auslöste. 1118 zerstörte der Mainzer Erzbischof Adalbert I. von Saarbrücken die Stadt im Streit mit dem Stauferherzog Friedrich II. In den 1140er Jahren gab das verschuldete Kloster Lorsch Oppenheim an den König des Heiligen Römischen Reiches zurück, und 1226 wurde es unter Friedrich II. Freie Reichsstadt, bedeutsam durch seine Reichsburg und die dort ansässigen Burgmannen.

Kriege und Fremdherrschaft

Am 14. September 1620 eroberten spanische Truppen Oppenheim im Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648. Im Juni 1631 überquerte König Gustav II. Adolf mit seinem Heer bei Oppenheim den Rhein und nahm die Stadt ein, woran die Schwedensäule bei Erfelden erinnert. 1688 eroberten französische Truppen Oppenheim im Pfälzer Erbfolgekrieg von 1688 bis 1697, und am 31. Mai 1689 zerstörte General Ezéchiel de Mélac Burg Landskron und die Stadt. Bis 1797 blieb Oppenheim kurpfälzischer Besitz. Nach der Französischen Revolution eroberten Napoleons Truppen die linksrheinischen Gebiete der Kurpfalz samt Oppenheim, das von 1798 bis 1814 zum Département du Mont-Tonnerre gehörte. 1816 kam Oppenheim zum Großherzogtum Hessen, und das Gebiet erhielt den Namen Rheinhessen.

Ein König stirbt auf der Burg

König Ruprecht I., als Ruprecht III. von der Pfalz von 1398 bis 1410 Pfalzgraf und Kurfürst der Pfalz und von 1400 bis 1410 römisch-deutscher König, verbrachte seine letzten Lebenswochen auf Burg Landskron bei Oppenheim und starb dort am 18. Mai 1410.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel OppenheimVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269048971redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Fritz Geller-Grimmentstanden 2007CC BY-SA 3.0Quelle