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Otto I. (Bayern)

Herzog von Bayern, Pfalzgraf von Bayern

tto war zugleich Vogt von Freising, Weihenstephan, Geisenfeld und Ensdorf und heiratete Agnes, Tochter Ludwigs I. von Loon und Rieneck. Als enger Verbündeter Kaiser Friedrich Barbarossas erstürmte er 1155 mit 200 Soldaten die Veroneser Klause und ermöglichte so dessen Alpenübergang. Beim Hoftag von Besançon 1157 bekannte er sich mit gezogenem Schwert zu den Staufern. Nach der Absetzung Heinrichs des Löwen wurde Otto am 16. September 1180 in Altenburg mit dem Herzogtum Bayern belehnt; im Juni war die Bestätigung auf dem Reichstag in Regensburg erfolgt. Mit Hilfe des Kaisers, der Kirche und seiner Brüder setzte er seine herzogliche Autorität durch. Er starb am 11. Juli 1183 in Pfullendorf; sein minderjähriger Sohn Ludwig folgte ihm nach. Otto liegt im Kloster Scheyern begraben, eine Gedenktafel für ihn steht in der Walhalla bei Regensburg.

Mit Ottos Aufstieg zum Herzog begann die Herrschaft der Wittelsbacher über Bayern, die 738 Jahre bis 1918 dauerte. Das beherrschte Gebiet war jedoch deutlich verkleinert: Bereits 976 war das Herzogtum Kärnten abgetrennt worden, 1153 das Herzogtum Meranien und 1156 das Herzogtum Österreich. 1180, kurz vor Ottos Belehnung, wurde zudem das Herzogtum Steiermark abgespalten. Das auf das heutige Altbayern geschrumpfte Herzogtum gewann damit zunehmend den Charakter eines spätmittelalterlichen Territorialstaats. Nach Otto von Schwaben und Otto von Northeim war er bereits der dritte bayerische Herzog dieses Namens, wird aber als erster Herzog der Wittelsbacher als Otto I. geführt.

Otto heiratete um 1169 in Kelheim die Gräfin Agnes von Loon, Tochter des Grafen Ludwig I. von Loon. Aus der Ehe gingen zehn Kinder hervor, darunter Sophie, die 1196 Landgraf Hermann I. von Thüringen heiratete, und Ludwig der Kelheimer, geboren am 23. Dezember 1173, der 1204 Prinzessin Ludmilla von Böhmen heiratete.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Otto I. (Bayern)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 258025255redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
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