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Otto Morena

Chronist und Richter

tto Morena wurde vor 1111 geboren, denn er erlebte noch die Zerstörung von Lodi durch die Mailänder in diesem Jahr. Seit den 1130er Jahren war er Richter und gehörte zu den führenden Persönlichkeiten von Lodi in der Mitte des 12. Jahrhunderts. Kaiser Lothar III hatte ihn zum iudex ac missus ernannt. Als Konsul ist er 1143 und noch 1174 belegt. Zudem war er Anwalt und Notar der Bischöfe von Lodi.

Die umgesiedelten Bürger von Lodi wandten sich 1153 an Kaiser Friedrich I. in Konstanz, worauf die Stadt neu gegründet wurde. Ab etwa 1160 verfasste Morena eine Chronik, die Historia Friderici I. imperatoris, die das Handeln Friedrichs I. in der Lombardei von 1153 bis zum Winter 1161/62 schilderte. Sie gilt wegen ihrer Gewissenhaftigkeit und Detailgenauigkeit als geschätzte Quelle. Lodi stand in den Feldzügen Barbarossas auf dessen Seite, und die Chronik beschreibt vor allem die Abwehr der gegnerischen Mailänder, die in Lodi eine Konkurrenz sahen.

Die Chronik wurde von seinem Sohn Acerbus Morena fortgesetzt, der als Teilnehmer an der Belagerung von Mailand und Begleiter des Kaisers selbst Augenzeuge war. Acerbus war spätestens ab 1162 Podestà von Lodi und starb 1167. Der dritte Teil der Chronik setzt 1164 ein und behandelt den Zug Friedrich Barbarossas nach Rom, wiederum begleitet von Acerbus, bis zur Einsetzung eines dem Lombardenbund genehmen Bischofs in Lodi 1167. Nach Güterbock stammt dieser Teil von einem anonymen Verfasser, nach Franz-Josef Schmale könnte es aber auch Otto Morena selbst gewesen sein.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Otto MorenaVersionsgeschichteBearbeitungsstand 259262572redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0