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Pavia

italienische Gemeinde

Von der Kelten-Siedlung zur Hauptstadt Reichsitaliens

ie Stadt geht auf eine eisenzeitliche Ansiedlung keltischer und ligurischer Stämme zurück. Als römische Truppen im 3. Jahrhundert v. Chr. die Kelten besiegten, entstand an dieser Stelle unter dem Namen Ticinum ein römisches Kastell, das später die Rechte eines Municipiums erhielt. Seit dem 4. Jahrhundert ist der Ort Sitz eines Bistums. Ticinum war im Frühmittelalter eine der bedeutendsten Städte Italiens. Es war von 540 bis 553 Residenz des Ostgotenreichs, wurde danach für wenige Jahre oströmisch und war anschließend während zwei Jahrhunderten von 572 bis 774 Hauptstadt des Langobardenreichs. Nach der fränkischen Eroberung im Jahr 774 war die Stadt, bald schon unter dem heutigen Namen Pavia, bis 1024 Hauptstadt Reichsitaliens.

Visconti-Herrschaft und Universität

Ab 1359 war Pavia mailändisch und war von 1365 bis 1413 Sitz des Visconti-Hofes. Seit 1361 beherbergt die Stadt eine renommierte Universität.

Residenz der Karolinger- und Ottonenkaiser

Zunächst bevorzugten die langobardischen Herrscher Mailand, wo ihre Hauptmünzprägestätte und die bevorzugte Grablege entstanden. Doch die Kaiser Lothar I. und Ludwig II. residierten häufig in Pavia. Möglicherweise erfolgte in dieser Zeit auch die Translation der Reliquien des hl. Siro in den Dom von Pavia. Pavia war während der karolingischen und ottonischen Zeit Hauptstadt Reichsitaliens.

Hauptstadt der Königinnen

Im Oktober 951 heiratete der römisch-deutsche König Otto I. in der ehemaligen Langobardenresidenz Adelheid von Burgund, die Witwe Lothars II., und übernahm die Eiserne Krone, wodurch Reichsitalien entstand. Ab 967 teilte Otto seine Zeit in Italien zwischen Ravenna und Pavia auf, wobei Pavia geradezu zur „Hauptstadt der Königinnen“ avancierte. Sowohl Ottos Witwe Adelheid als auch seine Schwiegertochter Theophanu residierten häufig in Pavia.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel PaviaVersionsgeschichteBearbeitungsstand 268939272redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Konkientstanden 2016CC BY-SA 4.0Quelle