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Philipp I. (Kastilien)

spanischer König aus dem Hause Habsburg

hilipp war der einzige überlebende Sohn Maximilians I. und Marias von Burgund. Nach Gerüchten über sein Geschlecht entblößte ihn seine Patin Margareta von York öffentlich in Brügge. Mit drei Jahren verlor er seine Mutter, die ihn und seine Schwester Margarete als Erben eingesetzt hatte. Erzogen wurde er von Olivier de la Marche, 1494 wurde er vorzeitig großjährig. 1496 heiratete er in Lier Johanna von Kastilien, ein halbes Jahr vor der Hochzeit seiner Schwester mit deren Bruder Johann. Die Doppelhochzeit diente der Isolierung Frankreichs, nicht von vornherein der Thronfolge.

Der Tod des Thronfolgers Johann 1497 warf die Frage der kastilischen Nachfolge auf. Nach dem Tod Isabellas von Kastilien 1504 sollte deren Testament Johanna die Krone übertragen, Ferdinand von Aragón nur als Regent im Ausnahmefall. Zwischen Philipp und seinem Schwiegervater kam es zum offenen Konflikt. 1506 setzte sich Philipp mit Unterstützung der kastilischen Granden durch, und in der Concordia de Villafáfila verzichtete Ferdinand auf die Regentschaft. Noch im selben Jahr starb Philipp nach kurzer Fieberinfektion in Burgos. Er wurde in der Capilla Real in Granada beigesetzt, Johanna heiratete nie wieder.

Philipp hinterließ sechs minderjährige Kinder, darunter die Söhne Karl und Ferdinand. Ferdinand wuchs bei seinem Großvater in Spanien auf, Karl wurde von Philipps Schwester Margarete in den burgundischen Niederlanden erzogen. Nach Philipps Tod wurde Johanna, obwohl weiterhin Königin aus eigenem Recht, wegen zunehmenden Wahnsinns von ihrem Vater unter Hausarrest gestellt. Ferdinand kehrte 1507 als Regent nach Kastilien zurück.

Nach Ferdinands Tod 1516 wurde Philipps Sohn Karl I. neben seiner weiterhin amtierenden, aber im Hausarrest verbliebenen Mutter Johanna gesamtspanischer König. 1519 wurde er dank Jakob Fuggers finanzieller Hilfe zum römisch-deutschen König gewählt und nahm 1520 als zweiter Monarch nach Maximilian I. den Titel Erwählter Römischer Kaiser an. Nachdem sein Bruder Ferdinand 1521 Erzherzog in den österreichischen Stammlanden geworden war, teilte sich das Haus Habsburg unter Karl in zwei Linien, endgültig bei seinem Thronverzicht: Sein Sohn Philipp folgte ihm in Spanien, sein Bruder Ferdinand erhielt den Kaisertitel im Reich.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Philipp I. (Kastilien)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 268911347redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Meister der Magdalenen-Legendeentstanden 1500Public domainQuelle