Piacenza
italienische Gemeinde
Der Einbruch der Alamannen
m 3. Jahrhundert gelang es mit den Alamannen erstmals wieder einem barbarischen Volk, über die Alpen nach Oberitalien vorzudringen. Placentia war eine der ersten römischen Großstädte, die von den Eindringlingen belagert wurden. Der Soldatenkaiser Aurelian zog daraufhin mit einer Armee nach Norden. Vor den Stadtmauern kam es 271 zur Schlacht bei Placentia, in der die Alamannen die Römer in ihrem Feldlager überraschten und ihnen eine schwere Niederlage zufügten. Die Stadt wurde geplündert, ein großer Teil der Bevölkerung versklavt. Der Fall der für den Nordhandel des Reiches wichtigen Stadt destabilisierte das gesamte Reich und löste in der Hauptstadt Panik aus.
Bischofsherrschaft und Städtebund
Zwischen 997 und 1035 wurde Piacenza von seinen Bischöfen regiert, die von Otto III. den Grafentitel erhalten hatten. Im 12. und 13. Jahrhundert war die Stadt ein bedeutendes Mitglied des Lombardenbundes. In der Regel blieb Piacenza guelfisch, rief aber mehrfach auch mächtige Ghibellinen zu Hilfe, wenn diese gegen einheimische Tyrannen helfen konnten. Ein Beispiel dafür war Galeazzo I. Visconti.
Von Sforza bis Napoleon
1447 wurde Piacenza von Francesco I. Sforza erobert und geplündert. 1512 besetzten päpstliche Truppen die Stadt, 1545 wurde sie mit Parma zum erblichen Herzogtum Parma unter Pier Luigi II. Farnese vereinigt, einem Sohn Pauls III. Bis 1731 herrschte die Familie Farnese, die die Architektur der Stadt prägte. 1796 besetzten die Franzosen Piacenza. 1808 verlieh Napoleon dem Staatsmann Charles-François Lebrun den Titel eines Herzogs von Piacenza.