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Pius II.

Papst (1458–1464)

or seiner kirchlichen Laufbahn war Piccolomini Dichter und nahm 1432 als Begleiter von Kardinal Domenico Capranica am Basler Konzil teil, wo er zu den Konziliaristen gehörte. Er diente zeitweise Fürstbischof Nikodemus della Scala, dann Gegenpapst Felix V. und trat 1443 in den Dienst König Friedrichs III., dem er bis 1455 diente. Friedrich III. erhob ihn zum poeta laureatus und betraute ihn mit diplomatischen Aufgaben, etwa der Vorbereitung der Kaiserkrönung und der Brautführung Eleonores von Portugal 1452. Seit 1445 vollzog Piccolomini eine Lebenswende zum Priestertum, wurde 1447 Bischof von Triest, 1449 Bischof von Siena und 1453 päpstlicher Nuntius in Böhmen, Schlesien und Mähren. Am 17. Dezember 1456 wurde er Kardinalpriester von Santa Sabina und 1457 Fürstbischof vom Ermland.

Schon vor seinem Pontifikat sah Piccolomini in der Eroberung Konstantinopels am 29. Mai 1453 die Gefahr der islamischen Expansion. Für den Kaiser organisierte er 1454/55 drei Türkenreichstage in Regensburg, Frankfurt und Wiener Neustadt, um die Christenheit zu mobilisieren. Auf dem Frankfurter Reichstag hielt er am 15. Oktober 1454 als kaiserlicher Kommissar seine berühmte Türkenrede „Constantinopolitana clades“ und führte dabei erstmals seit der Karolingerzeit den Begriff „Europa“ wieder ein.

Am 19. August 1458 wurde Piccolomini in einem dreitägigen Konklave zum Papst gewählt und am 3. September inthronisiert. Als Papst berief er 1459 das Konzil von Mantua ein, um einen Krieg gegen die Osmanen zu organisieren, doch scheiterte trotz weiterer Maßnahmen ein Heereszug zur Befreiung Konstantinopels. Er begab sich schließlich selbst nach Ancona, um an der Spitze eines Türkenkreuzzugs zu stehen, und starb dort. Als Verfechter des Papalismus erließ er am 18. Januar 1460 die Bulle Execrabilis gegen den Konziliarismus und geriet nach 1460 in Konflikte mit dem Mainzer Erzbischof Diether von Isenburg, Herzog Sigmund von Tirol und dem böhmischen König Georg Podiebrad. Er baute seine Geburtsstadt Corsignano zur Renaissancestadt Pienza um und stiftete 1460 die Universität Basel.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Pius II.VersionsgeschichteBearbeitungsstand 269794884redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Fabrizio Garrisientstanden 1470–1479Public domainQuelle