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Polen

Staat in Mitteleuropa

Die Piasten

as Herzogtum Polen, benannt nach dem westslawischen Stamm der Polanen, entstand im frühen 10. Jahrhundert von Großpolen aus, mit den Zentren Posen, Giecz, Ostrów Lednicki und Gnesen. Von etwa 960 bis 992 regierte Herzog Mieszko I. aus der Dynastie der Piasten das Land. Er unterwarf nach und nach die anderen westslawischen Stämme zwischen Oder und Bug.

Die Jagiellonen und Polen-Litauen

Nach dem Tod des kinderlosen Kasimir III. folgte durch Erbvertrag dessen Schwager Ludwig I. aus dem Haus Anjou, wodurch die erste polnisch-ungarische Personalunion entstand. Seine Tochter Hedwig I. heiratete 1386 den frisch getauften litauischen Großfürsten Ladislaus II. Jagiełło. So entstand der mächtige Doppelstaat Polen-Litauen, der die Geschicke Mittel- und Osteuropas für die nächsten 400 Jahre entscheidend beeinflusste.

Die Adelsrepublik

Bereits 1358 wurde Polen als Republik bezeichnet, doch die republikanische Staatsform setzte sich erst um die Mitte des 15. Jahrhunderts durch. Ein stetiges Dreikammerparlament war erst Ende des 15. Jahrhunderts ausgereift. Mit der 1505 verabschiedeten Verfassung Nihil Novi verbot der Sejm dem König, ohne Zustimmung des Parlaments neue Gesetze zu erlassen.

Krise und Teilungen

Im 17. und 18. Jahrhundert stürzte die Adelsrepublik in eine dauerhafte Krise. Zahlreiche Kriege mit Schweden, dem Osmanischen Reich, Russland, Brandenburg-Preußen und Siebenbürgen sowie fehlende politische Reformen und innere Unruhen kennzeichneten diese Zeit. Es kam zur Bildung von Magnaten-Konföderationen gegen die Interessen des Staates und des Königs, zu Kosakenaufständen und zu dauerhaften Konfrontationen mit den Krimtataren in den südöstlichen Woiwodschaften.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel PolenVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270500502redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Adrian Grycukentstanden 2012CC BY-SA 3.0 plQuelle