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Pommern

Region im Nordosten Deutschlands und im Nordwesten Polens, früher Herzogtum und preußische Provinz

or der Völkerwanderung siedelten Rugier und Goten im späteren Pommern, ab Ende des 5. Jahrhunderts folgten slawische Stämme. Ab dem 10. Jahrhundert gerieten diese in den Einflussbereich der Sachsen, Brandenburger, Dänen und Polanen. Bolesław III. Schiefmund unterwarf 1113 bis 1122 große Teile Pommerns, musste aber 1135 die Lehnshoheit des Reiches anerkennen. Die pommerschen Herzöge unterstellten sich 1164 Heinrich dem Löwen und 1181 direkt dem Kaiser. Dänemark eroberte 1168 bis 1186 Vor- und Hinterpommern und hielt sie bis 1227. Danach wurde Pommern, mit Ausnahmen, Teil des Heiligen Römischen Reiches bis zu dessen Auflösung. Im 12. und 13. Jahrhundert kam es durch die Ostsiedlung zu einer demographischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zäsur, gefördert von den Herzögen aus dem Haus der Greifen. Zahlreiche Klöster und Städte entstanden, darunter 1234 Stralsund, 1250 Greifswald und 1243 Stettin.

Durch den Westfälischen Frieden 1648 kam Hinterpommern an Brandenburg, Vorpommern wurde zu Schwedisch-Pommern. Im Dreißigjährigen Krieg hatte Pommern fast zwei Drittel seiner Bevölkerung verloren und lag wirtschaftlich darnieder. Während des Schwedisch-Polnischen Krieges 1655 bis 1660 und des Schwedisch-Brandenburgischen Krieges 1674 bis 1679 wurde das Gebiet besetzt und die Festungsstädte Stettin, Stralsund und Greifswald belagert. 1678 gelang dem brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. die Eroberung ganz Schwedisch-Pommerns, doch im Frieden von Saint-Germain musste er auf die Gebiete bis auf einen schmalen Streifen östlich der Oder verzichten. Nach dem Großen Nordischen Krieg 1700 bis 1721 kam Vorpommern südlich der Peene mit Usedom und Wollin zum Königreich Preußen. Auf dem Land setzte sich im 17. und 18. Jahrhundert die Gutswirtschaft durch, verbunden mit dem Bauernlegen, dem die preußischen Könige seit Mitte des 18. Jahrhunderts entgegenwirkten.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Pommern im Frühjahr 1945 durch die Rote Armee erobert und später entlang der Oder-Neiße-Linie zwischen Deutschland und Polen geteilt. Die Gebiete östlich der Oder und der Swine kamen bereits kurz nach der Eroberung unter polnische Verwaltung, am 3. Juli 1945 folgte auch die Provinzhauptstadt Stettin. Die Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa zwischen 1945 und 1950 betraf das gesamte an Polen gelangte Gebiet Pommerns. Vorpommern westlich der neuen Grenze wurde Teil der Sowjetischen Besatzungszone und des neuen Landes Mecklenburg-Vorpommern, dessen Name 1947 zu Mecklenburg gekürzt wurde. Während der DDR-Zeit war der Begriff Pommern tabuisiert, geographische Bezeichnungen wurden geändert.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel PommernVersionsgeschichteBearbeitungsstand 267332398redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Die Autorenschaft wurde nicht in einer maschinell lesbaren Form angegeben. Es wird Krzysztof als Autor angenommen (basierend auf den Rechteinhaber-Angaben).entstanden 2006CC BY-SA 3.0Quelle