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Ravensburg

Stadtgemeinde im Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg

it dem Untergang der Staufer endete das Herzogtum Schwaben als politische Körperschaft. Ravensburg regierte sich fortan selbst, die Burg wurde Reichsbesitz. 1276 bestätigte der Habsburger König Rudolf I. die reichsstädtischen Privilegien der Stadt. Auf der Burg saß fürderhin der kaiserliche Landvogt der Reichslandvogtei Schwaben. Das Marktrecht war eine wesentliche Stütze dieser Entwicklung.

RavensburgOrt auf der Karte 164847.7831 N, 9.6114 OAuf der Karte zeigen

Im Spätmittelalter war Ravensburg Sitz der Großen Ravensburger Handelsgesellschaft, der damals führenden deutschen Handelsgesellschaft mit Niederlassungen in ganz Europa, noch vor den Fuggern. Die rasante wirtschaftliche Entwicklung führte vor allem im 14. Jahrhundert mehrfach zu Erweiterungen des Stadtgebiets. Am markantesten war die Einbeziehung der sogenannten Unterstadt in die Stadtbefestigung und der Abriss der alten Stadtmauer zwischen den beiden Stadtteilen zwischen 1330 und 1370.

1544 wurde auf Betreiben der Zünfte die Reformation eingeführt. Zunächst gab es große Differenzen zwischen den Anhängern Luthers und Zwinglis, doch konnten sich die Lutheraner durchsetzen. Auch Anhänger von Kaspar Schwenckfeld gab es. Nach dem Schmalkaldischen Krieg ab 1547 regte sich jedoch eine Gegenbewegung, und es setzte eine Rekatholisierung großer Teile der Bevölkerung ein.

1803 wurde durch den Reichsdeputationshauptschluss die Reichsunmittelbarkeit der meisten Reichsstädte aufgehoben, zugleich wurde bisher reichsunmittelbarer kirchlicher Grundbesitz verstaatlicht. Beide Maßnahmen dienten unter anderem der territorialen Entschädigung von Reichsfürsten, die durch die napoleonischen Eroberungen linksrheinische Gebiete verloren hatten. Die Stadt wurde zunächst dem Kurfürstentum Bayern zugeschlagen.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel RavensburgVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270143278redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Photo: Andreas Praefckeentstanden 2005CC BY 3.0Quelle