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Reichsburg Trifels

Burg in Rheinland-Pfalz, Deutschland

081 wurde die Burg erstmals erwähnt, damals im Besitz des Edlen Diemar, der im Investiturstreit auf Seiten der Kaisergegner stand. Später zog er sich ins Kloster Hirsau zurück und übertrug den Trifels dem Gegenkönig Hermann von Salm. Diemar entstammte den Reginbodonen. In den Besitz von Trifels und Madenburg soll er durch die Ehe mit einer Schwester des Speyerer Bischofs Johann von Kraichgau gelangt sein, dessen Mutter eine Schwester Kaiser Heinrichs IV. war.

1112 kam es zum Streit zwischen Kaiser Heinrich V. und dem Mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken um Trifels und Madenburg. 1113 musste Adalbert den Trifels an den Kaiser übergeben und wurde bis 1115 in Haft genommen. Prominentester Gefangener war König Richard I. von England, genannt Richard Löwenherz, der 1192 gefangen genommen und 1193 an Kaiser Heinrich VI. ausgeliefert wurde. Er kam am 4. Februar 1194 gegen ein hohes Lösegeld frei. Weiterer Gefangener war Erzbischof Bruno von Sayn, der von 1206 bis 1207 durch König Philipp von Schwaben festgehalten wurde. Zwischen 1125 und 1298 wurden mehrmals die Reichskleinodien auf der Burg aufbewahrt, meist bei einer Thronvakanz, bewacht von den Zisterziensermönchen der Abtei Eußerthal.

Gegen Ende der Stauferdynastie im 13. Jahrhundert verlor der Trifels an Bedeutung. Ab 1410 gehörte er zum wittelsbachischen Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. 1602 wurde die Burg durch ein Feuer nach Blitzschlag größtenteils zerstört. Während der ersten Hälfte des Dreißigjährigen Kriegs diente die Ruine noch als Zufluchtsstätte, bis sie 1635 nach Ausbruch der Pest endgültig verlassen wurde. 1786 erhielt Freiherr Joseph von Laßberg in der noch benutzbaren Burgkapelle den Ritterschlag. Später wurde die Anlage als Steinbruch genutzt.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Reichsburg TrifelsVersionsgeschichteBearbeitungsstand 267467508redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Carsten Stegerentstanden 2024CC BY-SA 4.0Quelle