Rhein
mitteleuropäischer Strom zur Nordsee
Die Grenze des Römischen Reiches
n der Antike bildete der Rhein die Grenze zwischen dem Römischen Reich mit seinen germanischen Provinzen Germania inferior, Germania superior und Raetia und der freien Germania magna. Die wichtigsten Legionslager und die dazugehörigen Siedlungen, aus denen später Städte entstanden, lagen am linken, römischen Ufer.
Die erste Brücke
Die erste Brücke über den Rhein ließ Julius Cäsar im Jahr 53 vor Christus bei Urmitz errichten. Die Römer verwendeten dabei, wie später auch die Brückenbauer des Mittelalters und der Frühneuzeit, die Baustoffe Stein oder Holz. Weitere Brücken aus der Römerzeit lagen etwa bei Bad Zurzach, Stein am Rhein, Kaiseraugst, Breisach am Rhein, Straßburg, Mainz, Koblenz und Köln.
Städte römischen Ursprungs
An den Ufern des Rheins liegen zwanzig Städte mit über 100.000 Einwohnern. Einige von ihnen gingen aus römischen Siedlungen hervor, darunter Basel, Straßburg, Mainz, Koblenz, Bonn, Köln, Neuss, Nimwegen, Utrecht und Leiden. Diese Städte gehören zu den wichtigsten Rheinstädten und liegen alle am linken Ufer, was mit der Rolle des Rheins als Grenze des Römischen Reiches zusammenhängt.
Das Mittelrheintal als Welterbe
Das Obere Mittelrheintal zwischen Bingen und Rüdesheim einerseits und Koblenz andererseits wurde am 27. Juni 2002 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Das Welterbegebiet erstreckt sich auf einer Länge von 67 km entlang des Durchbruchstals des Rheins durch das Rheinische Schiefergebirge. Die Einzigartigkeit dieser Kulturlandschaft liegt in ihrem außergewöhnlichen Reichtum an kulturellen Zeugnissen.