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Rheinfelden (Baden)

Stadt in Deutschland

as Gebiet der heutigen Kernstadt lag ursprünglich in der Landschaft Rheintal der Kameralherrschaft Rheinfelden in Vorderösterreich. Deren Verwaltungssitz, die heutige Schweizer Stadt Rheinfelden, besaß am rechten Rheinufer nur einen kleinen Uferstreifen bei der alten Brücke, der übrige Teil entfiel auf die Gemeinde Nollingen. Abgesehen von einem römischen Betrieb zum Tonabbau für die Ziegelherstellung war die heutige Kernstadt nicht bebaut. Die Geschichte blieb daher bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts eng mit jener des schweizerischen Rheinfelden verknüpft. Die Kämpfe der Schlacht bei Rheinfelden im Jahr 1638 und jener von 1678 spielten sich hauptsächlich auf der rechtsrheinischen Seite ab.

Das Gebiet der heutigen Stadt gehörte zunächst zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat Breisgau unterstellt. Wegen der Zugehörigkeit der Orte zur habsburgischen Herrschaft Rheinfelden beziehungsweise zum Deutschen Orden konnte sich die Reformation hier nicht durchsetzen. Deshalb blieb das Gebiet bis ins 19. Jahrhundert überwiegend katholisch. Nach Auflösung des Bistums Konstanz kamen die katholischen Gemeinden zum neu gegründeten Erzbistum Freiburg. Sie gehören heute zum Dekanat Säckingen, das seinen Sitz im Ortsteil Herten hat, und sind in drei Seelsorgeeinheiten mit mehreren Kirchengemeinden gegliedert.

Eines der bedeutendsten Bauwerke auf heutigem Stadtgebiet ist das ehemalige Deutschordensschloss Beuggen. Es wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts durch die Ordenskommende unterhalb der alten Burg erbaut. Um 1400 erfolgte der Umbau zu einer befestigten Schlossanlage, die von 1585 bis 1598 vergrößert wurde. Von 1752 bis 1757 wurde sie unter Johann Caspar Bagnato nochmals erweitert und barockisiert. Die evangelische Schlosskirche St. Michael wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut und im 18. Jahrhundert ebenfalls barockisiert. Heute dient das Schloss als evangelische Tagungsstätte.

Unter Rheinfelden liegt eine Salzlagerstätte, deren Abbau die Basis für die dortige chemische Industrie bildete. Das alte Wasserkraftwerk war Grundlage für die Ansiedlung bedeutender energieintensiver Betriebe und damit auch für den Zuzug vieler Einwohner sowie die Entstehung und Entwicklung der Stadt. Rheinfelden ist seit der Gründung bis heute eine Industriestadt geblieben, bemüht sich jedoch seit langem um eine Diversifizierung. Eine traurige Berühmtheit erhielt die Stadt durch enorme Dioxinablagerungen aus Industrieabfällen. In einem umfassenden Umweltbereinigungsprozess wurden diese vor allem in Wohngebieten beseitigt oder abgedeckt, doch werden auch heute noch bei Bauvorhaben Dioxinbelastungen gefunden.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Rheinfelden (Baden)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 270020901redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Wladyslawentstanden 2006CC BY-SA 3.0Quelle