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Sachsen

Land der Bundesrepublik Deutschland

as heutige Sachsen bezeichnet ein Gebiet an der oberen Mittelelbe, in der südlichen Lausitz und im Erzgebirge. Es war nie Teil des weitaus älteren Stammesherzogtums Sachsen, des Siedlungsraumes der historischen Sachsen in Norddeutschland. Der Landesname ging auf die größtenteils im späten Mittelalter germanisierten Gebiete erst durch verschiedene dynastische Verschiebungen über. Die heutigen Bewohner stehen daher nicht in direkter Tradition jener Sachsen, die in Antike und Spätantike als Saxones bezeichnet wurden.

Im Freistaat werden vorwiegend ostmitteldeutsche Dialekte gesprochen, nämlich das Meißnische und das Osterländische, die zusammen die Kerngruppe des Obersächsischen bilden, sowie das Lausitzische. Kennzeichnend ist die Lenisierung stimmloser Konsonanten, etwa wenn „Koffer“ als „Goffer“ ausgesprochen wird. Die Sächsische Kanzleisprache, eine spätmittelalterliche Ausgleichsprache der überwiegend ostmitteldeutschen Dialekte im wettinischen Herrschaftsgebiet, bildete für Martin Luther die Grundlage des Neuhochdeutschen.

Religion in Sachsen ist historisch von der Reformation geprägt. Martin Luthers Wirken in Wittenberg, das bis 1815 zu Sachsen gehörte, machte das Gebiet zu einem frühen Zentrum des Protestantismus. Noch heute stellt die evangelische Kirche, insbesondere die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens, die größte christliche Konfession im Freistaat dar. Daneben bestehen katholische Strukturen, vor allem im Bistum Dresden-Meißen, das nach 1921 neu errichtet wurde und seine Wurzeln im mittelalterlichen Bistum Meißen hat.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel SachsenVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270010232redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Thomas Wolf, www.foto-tw.deentstanden 2013CC BY-SA 3.0 deQuelle