Schlacht von Legnano
Dabei besiegten die im Lombardenbund („Lega Lombarda“) vereinten norditalienischen Kommunen das Heer Kaiser Friedrich I. Barbarossas
ach dem Zerfall des Frankenreiches entstand aus dem ostfränkisch-deutschen Reich unter Otto I. Reichsitalien, nachdem dieser 962 das kurzlebige Königreich Italien erobert hatte und zum Kaiser gekrönt wurde. Wegen der Abwesenheit der Kaiser und der Alpen als Hindernis gewannen die norditalienischen Kommunen weitreichende Autonomie und widersetzten sich ab dem 11. Jahrhundert der kaiserlichen Vorherrschaft. Friedrich I. Barbarossa versuchte auf dem Reichstag von Roncaglia bei Piacenza, die kaiserliche Autorität zu erneuern, was auf Widerstand stieß. 1154 verwüstete er Tortona, 1162 zerstörte er Mailand. Seit 1077 schwelte zudem ein Konflikt zwischen Papst und Kaiser, der sich 1159 in einer zwiespältigen Papstwahl zeigte. Papst Alexander III. verbündete sich mit den lombardischen Kommunen und vermittelte den Lombardenbund.
Die sonst rivalisierenden norditalienischen Kommunen schlossen sich zum Lombardenbund zusammen und schworen bei Pontida, den Kaiser mit Waffengewalt zur Anerkennung ihrer Rechte zu zwingen. 1174 kam Friedrich I. Barbarossa nach Italien und belagerte zunächst Alessandria. Papst Alexander III. hatte sich mit dem Bund verbündet, da er sich vom Kaiser bedroht fühlte, der auch Rom als Ursprung seiner Kaiserwürde ansah. Vor der entscheidenden Schlacht weigerte sich Heinrich der Löwe bei einem Treffen in Chiavenna Anfang 1176, dem Kaiser militärisch zu helfen. So standen Friedrich nur etwa 3.000 Mann gegen die zahlenmäßig ähnlich starken Italiener zur Verfügung. Am 29. Mai 1176 kam es bei Legnano zur Entscheidung.
Nach der militärischen Niederlage musste Friedrich I. seine Unterstützung des Gegenpapstes aufgeben und schloss 1177 im Frieden von Venedig Frieden mit Papst Alexander. Im Frieden von Konstanz erkannte der Kaiser 1183 die innere Autonomie der italienischen Kommunen an, während diese seine formale Oberhoheit akzeptierten. Danach konnte sich der Kaiser Heinrich dem Löwen zuwenden, dem 1180 in Gelnhausen seine Herzogtümer entzogen wurden. Kaiser Friedrich II. versuchte 1237 in der Schlacht von Cortenuova erneut, Norditalien zu kontrollieren. 1249 schlugen die Milizen Bolognas seinen Sohn Enzio von Sardinien bei Fossalta und kerkerten ihn lebenslang ein. Mit dem Tod Friedrichs 1250 und der Schlacht bei Tagliacozzo 1268 endete die Herrschaft der Staufer in Italien.