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Schwaben

historischer politischer Raum in Südwestdeutschland

Vom Stamm zum Herzogtum

er Name aller im Lauf der Zeit als Schwaben bezeichneten Gebiete geht auf einen germanischen Stamm zurück, der im 3. Jahrhundert von der Elbe her den heutigen Südwesten besiedelte und den die Römer seit dem 5. Jahrhundert als Suevi bezeichneten. Die Archäologie ordnet diese Sueben dem elbgermanischen Kulturkreis zu. Die Sueben wurden teils mit den Alemannen gleichgesetzt, teils als eine ihrer Untergruppen betrachtet. Im 5. Jahrhundert drangen sie zusammen mit Vandalen und Alanen auf die iberische Halbinsel vor, wo ihnen das heutige Galicien und der Norden Portugals zugewiesen wurden. Das dort gegründete suebische Reich ging 585 unter.

UlmOrt auf der Karte 164848.4000 N, 10.0000 OAuf der Karte zeigen

Von Alemannien zum Reichskreis

In der Zeit des Frankenreichs wurde für die politischen Gebilde im heutigen Schwaben noch der Ausdruck Alemannien verwendet, dessen Königreiche und Herzogtümer auch Vorarlberg, das Elsass und weite Teile der Schweiz umfassten. Das mittelalterliche Herzogtum Schwaben hatte in etwa denselben Geltungsbereich, der frühneuzeitliche Schwäbische Reichskreis war deutlich kleiner. Im 16. Jahrhundert wurden viele Territorien am Oberrhein dem Oberrheinischen Kreis zugeordnet, habsburgische Gebiete wie Vorarlberg dem Österreichischen Kreis, während sich die Schweiz bereits weitgehend aus dem Reichsverband gelöst hatte. Die Markgrafschaft Baden war bis 1803 Teil des Schwäbischen Reichskreises. Die im 16. Jahrhundert gebildeten Reichskreise orientierten sich an den alten Herzogtümern, und wenige Jahrzehnte nach deren Auflösung Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Regierungsbezirke des Königreichs Bayern nach dem ehemals Schwäbischen, Fränkischen und Bairischen Reichskreis benannt.

Von den Alemannen zu Staufern und Welfen

Vor und während des dritten nachchristlichen Jahrhunderts wanderten Elbgermanen nach Süddeutschland ein und besetzten die römischen Agri decumates. Zusammen mit zurückgebliebenen Galloromanen bildete sich daraus die Volksgruppe der Alemannen, die in Konflikt mit Franken und Burgundern gerieten. Es entstand das Königreich Alemannien, das von den Franken unter Chlodwig I. und Theudebert I. unterworfen wurde und ab Beginn des 6. Jahrhunderts als Stammesherzogtum unter fränkischer Oberhoheit stand. Mitte des 8. Jahrhunderts wurde das Stammesherzogtum nach Aufständen aufgelöst, danach entstand im Ostfränkischen Reich das kleinere Herzogtum Schwaben zur Kontrolle der Alpenpässe. Von 1079 bis 1098 stritten Zähringer und Staufer um die Vorherrschaft, bis die Staufer den Herzogstitel behielten. Das dritte mächtige Geschlecht waren die Welfen, deren Hausbesitz um Ravensburg und Altdorf durch einen Erbvertrag von Welf VI. an dessen Neffen Friedrich I. Barbarossa fiel.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel SchwabenVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269245073redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Ortelius, Abraham;entstanden 1573Public domainQuelle