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Schwäbisch Hall

Stadt in Baden-Württemberg, Deutschland

er früheste urkundliche Beleg für Hall ist der Öhringer Stiftungsbrief, datiert auf 1037, wahrscheinlich aber aus den letzten Jahren des 11. Jahrhunderts stammend. Die Ansiedlung im Talgrund entstand wegen der Saline, obwohl der Ort verteidigungstechnisch ungünstig lag. Zunächst gehörte die Stadt den Grafen von Comburg-Rothenburg, nach deren Aussterben um 1116 ging sie auf die Staufer über. Eine Kontinuität zwischen der antiken Siedlung und dem mittelalterlichen Schwäbisch Hall ist bislang nicht nachweisbar.

ComburgOrt auf der Karte 164849.1122 N, 9.7375 OAuf der Karte zeigen

Der Wiener Schiedsspruch durch König Rudolf von Habsburg von 1280 beendete einen langen Konflikt mit den Schenken von Limpurg um die Stadtherrschaft und ermöglichte Schwäbisch Hall, den Status einer Reichsstadt zu erlangen. Dominierende Schicht war der aus den staufischen Ministerialen hervorgegangene Stadtadel, der nach inneren Unruhen einen Teil der Herrschaft an Nichtadlige abtreten musste. Die Verfassungsurkunde Kaiser Ludwigs des Bayern von 1340 blieb mit geringen Änderungen bis 1802 gültig. Wichtigstes Gremium war der Rat, an dessen Spitze der Stättmeister stand.

Im 14., 15. und 16. Jahrhundert erweiterte die Reichsstadt systematisch ihr Territorium, kaufte Herrschaftsrechte und verteidigte diese notfalls mit Waffengewalt. Die letzte große Erwerbung war 1595 der Kauf der Herrschaft Vellberg. Am Ende des Alten Reichs besaß die Reichsstadt Schwäbisch Hall ein Herrschaftsgebiet mit 330 Quadratkilometern und etwa 21.000 Einwohnern, das drei Städte, 21 Pfarrdörfer sowie 90 Dörfer und Weiler umfasste, eingeteilt in die Ämter Kocheneck, Rosengarten, Bühler, Schlicht, Ilshofen, Vellberg und Honhardt.

Der seit 1522 wirkende Theologe Johannes Brenz leitete 1523 die Reformation ein, die mit der Kirchenordnung von 1543 abgeschlossen wurde. Zu Weihnachten 1526 feierte er in St. Michael erstmals das Abendmahl in beiderlei Gestalt. Im Bauernkrieg von 1525 konnte sich die Reichsstadt als eine der wenigen Herrschaften der Region gegen die aufständischen Bauern behaupten. Für die Beteiligung am Schmalkaldischen Krieg auf protestantischer Seite musste die Stadt hohe Bußgelder an Kaiser Karl V. entrichten.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Schwäbisch HallVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270373177redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Jörg Braukmannentstanden 2024CC BY-SA 4.0Quelle