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Schwäbischer Städtebund

Beistandspakt schwäbischer Städte

er Schwäbische Städtebund entstand als Zusammenschluss von 22 schwäbischen Städten, darunter Augsburg, Ulm, Reutlingen und Heilbronn. Auf Betreiben Kaiser Ludwigs des Bayern verpflichteten sie sich am 20. November 1331 zu gegenseitigem Beistand. 1340 traten die Grafen von Württemberg, Oettingen, Hohenberg und weitere dem Bund bei. Das Bündnis wurde jeweils zeitlich befristet geschlossen und ist wiederholt erneuert worden, wobei sich der Kreis seiner Mitglieder immer wieder veränderte.

Kaiser Karl IV. wollte erreichen, dass sein Sohn Wenzel zum römisch-deutschen König gewählt würde, und musste dafür Kurfürsten und andere Einflussreiche mit Gaben gewinnen. Um seine hohen Ausgaben auszugleichen, bürdete er den Städten Abgaben auf. Die kleinen und mittelgroßen Reichsstädte fürchteten, bei Zahlungsrückständen als Pfand an Adlige zu geraten, wie es Donauwörth widerfahren war. Ihre Reichsunmittelbarkeit war gefährdet, doch Karl IV. verschloss sich ihrer Forderung nach Schutz. Das Eintreiben säumiger Abgaben oblag dem jeweiligen Landesherrn, in Württemberg dem seit 1373 amtierenden Landfriedenshauptmann, dem Grafen von Württemberg, der zudem neidvoll auf die Einkünfte der Städte aus dem Handel mit Barchent und Salz schielte.

Der Bund der 14 oberschwäbischen Städte wurde zunächst auf vier Jahre geschlossen. Der Kaiser erkannte ihn nicht an, betrachtete ihn als Rebellion und ließ den Reichskrieg gegen die Städte führen. Am 14. Mai 1377 siegten Bürger und Gesellen aus Reutlingen in der Schlacht bei Reutlingen gegen eine vom Grafen Ulrich von Württemberg angeführte Mannschaft. Am 31. Mai sprach Kaiser Karl IV. die Städte von der Reichsacht los. 1378 führten Ulm, Esslingen und Reutlingen einen Kriegszug in Württemberg durch, während Rothenburg mit dem Bischof von Würzburg im Streit lag. Der Bund gewann weitere Mitglieder wie Nürnberg, Regensburg und 1379 auch Augsburg. König Wenzel verpfändete nach dem Nürnberger Reichstag von 1379 zwei Landvogteien in Schwaben an Herzog Leopold III. von Österreich, was der Städtebund missbilligte und zu Auseinandersetzungen mit Graf Eberhard II. führte.

Insgesamt endeten die Auseinandersetzungen mit einer Pattsituation. Den Landesherren gelang es nicht, die Städte einzugliedern oder ihre Privilegien zu beschneiden, doch die Städte scheiterten ebenfalls mit ihrem Versuch, durch militärischen Druck mehr Einfluss auf die Reichspolitik zu gewinnen. Die Verwüstungen des Krieges waren jedoch immens, sodass die Städte in der Folgezeit erhebliche Mittel zur militärischen Sicherung ihrer Stadtgrenzen aufwenden mussten. Die daraus entstehende Verschuldung führte häufig dazu, dass Städte ihre politische Unabhängigkeit aufgaben und in benachbarte Territorien eingegliedert wurden.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Schwäbischer StädtebundVersionsgeschichteBearbeitungsstand 261950585redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0