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Schweinfurt

kreisfreie Stadt in Unterfranken, Bayern, Deutschland

Ein Kloster als Sühne

uf der Peterstirn entstand ein Nonnenkloster, das wohl als Sühnestiftung wegen der Erhebung Hezilos gegen Heinrich II. gegründet wurde. Hezilos Mutter Eila stiftete es im Jahr 1003. Aus dem Nonnenkloster wurde später ein Benediktinerkloster. Es verwahrloste im Laufe der Zeit und gelangte schließlich, gemeinsam mit der Altstadt, im Jahr 1112 als Erbe in den Besitz des Hochstifts Eichstätt. Damit verlor die junge Siedlung an dieser Stelle ihre eigenständige geistliche Einrichtung und wurde Teil eines größeren geistlichen Herrschaftsbereichs, dessen Zentrum außerhalb der Stadt lag.

Bestätigung als Reichsstadt

Im Jahr 1282 wurde Schweinfurt von Rudolf von Habsburg als Reichsstadt bestätigt. Rudolf von Habsburg regierte von 1273 bis 1291 als römisch-deutscher König. Mit dieser Bestätigung festigte sich der besondere Status der Stadt innerhalb des Reichsgefüges, der ihr in den folgenden Jahrhunderten eine eigenständige Stellung sicherte. Diese frühe reichsrechtliche Anerkennung bildete die Grundlage für die spätere Entwicklung Schweinfurts als reichsstädtisches Zentrum, das sich politisch und kulturell von benachbarten Territorien unterschied und eigene Wege ging.

Reformation und Bündnis

Im Jahr 1542 schloss sich Schweinfurt der Reformation an und wurde damit Teil der protestantischen Bewegung innerhalb des Reiches. Wenige Jahrzehnte später, im Jahr 1609, trat die Stadt der Protestantischen Union bei, einem Bündnis protestantischer Reichsstände. Diese beiden Schritte verankerten Schweinfurt fest im protestantischen Lager des Reiches und banden die Stadt politisch an andere evangelische Territorien und Städte, mit denen sie fortan enger verbunden war als mit den katholischen Nachbarn.

Ende der Reichsfreiheit

Der Reichsdeputationshauptschluss schlug Schweinfurt im Jahr 1802 dem Königreich Bayern zu. Damit endete die jahrhundertealte Stellung der Stadt als Reichsstadt. Die Stadt verlor ihre Reichsfreiheit vollständig und büßte zugleich die Hälfte ihres bisherigen Territoriums ein, da die zu ihr gehörenden Dörfer aus dem städtischen Herrschaftsbereich ausgegliedert wurden. Dieser Einschnitt beendete die eigenständige reichsstädtische Geschichte Schweinfurts und ordnete die Stadt in die bayerische Landesverwaltung ein.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel SchweinfurtVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269965896redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Tilman2007CC BY-SA 3.0Quelle