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Siegfried I. (Mainz)

deutscher Erzbischof von Mainz

iegfried entstammte der mittelrheinisch-fränkischen Adelsfamilie der Reginbodonen. Sein Bruder war Burggraf Regenhard von Mainz, seine Schwester Uta stiftete am 2. April 1068 in Gegenwart ihrer Brüder Erbgüter zu Isselde an die Johanniskapelle im Eichstätter Dom. Weitere Angehörige waren Grafen im Königssondergau sowie Burggrafen und Vögte von Mainz und Fulda. Sein Geburtsdatum ist unbekannt. Er starb am 16. Februar 1084 in Hasungen, das er kurz zuvor von einem Kanonikerstift in ein Benediktinerkloster umgewandelt hatte, und wurde dort bestattet.

Siegfried wurde im Kloster Fulda erzogen, wurde dort Mönch und am 25. Dezember 1058 Abt. Am 6. Januar 1060 machte ihn Kaiserin Agnes zum Erzbischof von Mainz. Im Winter 1064/1065 unternahm er eine Pilgerreise nach Jerusalem, begleitet von den Bischöfen von Bamberg, Regensburg und Utrecht sowie etwa 7.000 Pilgern. Die Gesellschaft wurde in Palästina überfallen, etwa 5.000 Pilger starben, und sein Freund Bischof Gunther von Bamberg kam auf der Rückreise um. 1070 wollte Siegfried bei Papst Alexander II. sein Amt niederlegen, was der Papst untersagte. 1071 wandelte er gemeinsam mit Erzbischof Anno von Köln das Stift Saalfeld in ein Benediktinerkloster um. 1072 begab er sich zu Abt Hugo nach Cluny, wurde aber von der Mainzer Bevölkerung zur Rückkehr bewegt. Danach gründete er 1074 die Stifte Ravengiersburg und Hasungen. Nach seiner Abkehr von König Heinrich IV. wurde er von den königstreuen Mainzer Bürgern vertrieben und trat nach Ende 1081 bis zu seinem Tod Anfang 1084 nicht mehr in Erscheinung.

Im Frühjahr 1062 war Siegfried womöglich an der Entführung Heinrichs IV. bei Kaiserswerth beteiligt, blieb politisch aber stets „dritte Kraft“ hinter Anno und Adalbert von Bremen. Im Investiturstreit stand er zunächst auf Seiten des Königs und leitete Ende Januar 1076 die Reichsversammlung, die Gregor VII. die Gefolgschaft aufkündigte. Gregor VII. belegte ihn als einzigen namentlich genannten Reichsbischof auf der Fastensynode 1076 mit dem Kirchenbann. Im Mai 1076 war er noch an der Reichsversammlung in Worms beteiligt, wechselte aber in den folgenden Monaten die Seiten. Er schirmte den Fürstentag zu Trebur im Oktober 1076 militärisch gegen Heinrich IV. ab, wirkte an der Königserhebung Rudolfs von Rheinfelden in Forchheim am 15. März 1077 mit und krönte und salbte ihn am 25. März 1077 im Mainzer Dom zum Gegenkönig. Am 26. Dezember 1081 konsekrierte er in Goslar auch den zweiten Gegenkönig Hermann von Salm.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Siegfried I. (Mainz)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 267185997redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
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