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Siegfried II. von Eppstein

Erzbischof von Mainz, Reichserzkanzler

iegfried wurde als zweiter Sohn Gerhards I. von Eppstein geboren und schlug eine kirchliche Laufbahn ein. Nach dem Tod von Erzbischof Konrad I. von Wittelsbach im Oktober 1200 war das Mainzer Domkapitel in zwei Fraktionen gespalten. Die Minderheit des Kapitels wählte in Bingen den Kandidaten der welfischen Seite, Siegfried von Eppstein, zum neuen Erzbischof. Zu Weihnachten 1200 krönte er den Welfen Otto IV. zum Dank zum König. Papst Innozenz III. erkannte 1201 Otto als König an und erklärte Siegfried zum rechtmäßigen Erzbischof von Mainz.

Doch Philipp behielt so viele Anhänger, dass nach 1205 von einem Königtum Ottos keine Rede mehr sein konnte. Siegfried konnte sich im Bistum nicht durchsetzen und ging daher 1206 nach Rom. Am 21. Juni 1208 wurde Philipp von Schwaben in Bamberg ermordet. Dies ließ die staufische Opposition im Reich kollabieren, wodurch sich auch Leopold nicht auf dem Mainzer Erzbischofsstuhl halten konnte. Leopold überließ ihn daher Siegfried, der im selben Jahr als päpstlicher Legat aus Rom zurückgekehrt war.

Nach der Kaiserkrönung Ottos IV. am 4. Oktober 1209 brach Streit zwischen dem Papst und dem neuen Kaiser aus, da dieser nicht, wie versprochen, auf kaiserliche Rechte und Güter in Italien verzichten wollte. Siegfried stellte sich daher gegen seinen langjährigen Weggefährten. 1212 wurde er zum päpstlichen Legaten ernannt und krönte den Staufer Friedrich II., für dessen Wahl zum Kaiser er sich einsetzte, am 9. Dezember 1212 in Mainz. Otto wurde 1214 in der Schlacht bei Bouvines bei Tournai von Friedrich II. und dessen französischen Verbündeten Philipp II. August geschlagen. Am 25. Juli 1215 krönte Erzbischof Siegfried Friedrich abermals in Aachen.

1220 nahm Siegfried auch an der Kaiserkrönung Friedrichs II. in Rom teil. Die langwährende Abwesenheit Friedrichs II. aus Deutschland und die Ermordung des von ihm benannten Reichsverwesers, Erzbischof Engelbert I. von Köln, im November 1225 ermöglichten Siegfried in der Folge, großen Einfluss auf die Reichspolitik zu nehmen. Siegfried starb am 9. September 1230 in Erfurt und wurde in der dortigen Marienkirche beigesetzt. Sein Nachfolger war sein Neffe Siegfried III. von Eppstein.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Siegfried II. von EppsteinVersionsgeschichteBearbeitungsstand 269417932mit KI-Unterstützung gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Meluzínaentstanden 2015CC BY-SA 4.0Quelle