Stephan II. (Papst)
Papst
om wurde von den Langobarden unter König Aistulf bedroht, der Ravenna erobert hatte. Ein Waffenstillstand blieb wirkungslos, und auch Bitten an Konstantin V. fruchteten nicht. Stephan wandte sich an Pippin und brach am 14. Oktober 753 nach Norden auf. Über Pavia und den Großen St. Bernhard reiste er als erster Papst über die Alpen. Am 6. Januar 754 traf er Pippin bei Ponthion und bat kniefällig um Beistand gegen die Langobarden.
Bis zum 14. April 754 verhandelten Stephan und Pippin unter anderem in Quierzy und Laon. Pippin und seine Söhne sicherten Rom und weitere Gebiete als Eigentum des heiligen Petrus zu. Dieser Vertrag wurde Pippinsche Schenkung genannt und begründete den Kirchenstaat, dessen letzter Rest bis heute als Staat der Vatikanstadt fortbesteht. Die Verhandlungen zehrten an Stephans Gesundheit, sodass er große Teile des Frühlings 754 in der Abtei Saint-Denis bei Paris verbrachte. Am 28. Juli 754 salbte Stephan Pippin und seine Familie und verlieh ihm den Titel patricius romanorum. Damit war die Basis für die enge Verbindung des römischen Papsttums mit dem fränkischen Königshaus gelegt, auf der später das römisch-deutsche Kaiserreich errichtet wurde. Am 25. Dezember 800 krönte Leo III. Pippins Sohn Karl den Großen zum römischen Kaiser.
Pippin zog im August 754 gegen die Langobarden und siegte. Der erste Friede von Pavia sah die Herausgabe der kirchlichen Ländereien an Stephan vor, und der Papst wurde bei seiner Rückkehr nach Rom wie ein Held gefeiert. Im Januar 756 verwüsteten Aistulfs Truppen jedoch die Vorstädte Roms, worauf Pippin erneut siegte. Im August 756 wurde der zweite Frieden von Pavia ausgehandelt, der auch die Räumung von Comacchio vorsah. Nach Aistulfs erbenlosem Tod im Dezember 756 setzten Papst und König Desiderius von Tuscien als neuen Langobardenherrscher durch. Die Herzogtümer Spoleto und Benevent schworen Pippin die Treue.