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Sutri

italienische Gemeinde

utri könnte bereits im 10. Jahrhundert vor Christus besiedelt gewesen sein. Ab dem 5. Jahrhundert vor Christus gehörte es als Suthri zur etruskischen Stadt Veji. Nach der Eroberung Vejis 396 vor Christus fiel die Stadt an Rom und diente als militärischer Stützpunkt. Nach der Einnahme Roms durch die Kelten 390 vor Christus eroberten die Etrusker Sutri kurz zurück, doch Marcus Furius Camillus soll es noch am selben Tag zurückgewonnen haben. Während des Zweiten Samnitenkrieges belagerten mit den Samniten verbündete Etrusker Sutri in den Jahren 311 bis 310 vor Christus ohne Erfolg. Gegen Ende des 3. Jahrhunderts vor Christus wurde aus dem Militärstandort eine Landstadt. Sutri gehörte zur Kernzone des Patrimonium Petri, wurde 568 von den Langobarden erobert und war seit dem 8. Jahrhundert Teil des Kirchenstaats. 1046 fand hier die Synode von Sutri statt. Im 11. und 12. Jahrhundert diente Sutri mehreren Päpsten als Refugium im Investiturstreit. Im 13. Jahrhundert schlugen die Ghibellinen Manfreds zurück, und Sutri erhielt 1358 Stadtrecht. 1433 eroberten papsttreue Truppen die Stadt zurück, wobei der Borgo durch einen Stadtbrand zerstört wurde. Danach fiel Sutri unter unmittelbare päpstliche Kontrolle und verlor im 16. und 17. Jahrhundert an strategischer Bedeutung.

Der Legende nach schickte Petrus selbst Romulus als Bischof nach Sutri. Die erste urkundliche Erwähnung eines Bischofs, Eusebius, datiert aus dem Jahr 405. 1435 wurden die Bistümer Sutri und Nepi vereinigt. Von 1556 bis 1560 war Antonio Ghislieri, der spätere Papst Pius V., Bischof von Sutri und Nepi. 1986 wurden die Bistümer Sutri und Nepi sowie Orte und Gallese mit dem Bistum Civita Castellana vereinigt. Seit 1991 ist Sutri ein Titularbistum. Titelinhaber ist seit 2011 Antonio Guido Filipazzi, davor waren es Paolo Sardi und von 1991 bis 1996 Christoph Schönborn.

Kernstück des archäologischen Parks südlich der Stadt ist ein römisches Amphitheater, das zwischen dem ausgehenden 2. Jahrhundert vor Christus und dem 1. Jahrhundert nach Christus entstand, 49,6 mal 40,8 Meter misst und vollständig aus dem Tuffstein herausgeschlagen wurde. Es bot Platz für 9000 Personen. Restauriert wurde der Komplex im 19. Jahrhundert mit Mitteln der Adelsfamilie Savorelli. Neben der zugehörigen Villa liegen die Reste der sogenannten Burg Karls des Großen, wo der Kaiser der Überlieferung nach verweilt haben soll, obwohl die Bausubstanz aus dem 13. Jahrhundert stammt und dies ausschließt. Die Kirche Madonna del Parto im selben Felsen war zunächst ein etruskisches Grab und später vermutlich ein Mithras-Heiligtum, bevor sie in christlicher Zeit umgestaltet wurde. In der Tuffwand rund um den Komplex öffnen sich 64 Etruskergräber aus der Zeit zwischen dem 6. und 4. Jahrhundert vor Christus.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel SutriVersionsgeschichteBearbeitungsstand 257945732redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Fiat 500eentstanden 2023CC BY-SA 4.0Quelle