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Thankmar (Liudolfinger)

Sohn des deutschen Königs Heinrichs I.

ach drei Jahren Ehe schickte Heinrich Hatheburg zurück ins Kloster; ihr Erbe behielt er. Auch wenn die Verbindung später annulliert wurde, konnte Thankmar sich nach sächsischem Recht als „vollbürtig“ betrachten. Das Testament Heinrichs I. war zwar bezüglich der Thronfolge nicht eindeutig, schloss Thankmar jedoch relativ klar davon aus, da er mit Teilen des mütterlichen Besitzes und anderweitig abgefunden wurde. Graf Siegfried von Merseburg starb im Jahre 937. Die Grafschaft war Teil des Gebietes, das Hatheburg in die Ehe gebracht hatte, und Thankmar erhob Anspruch darauf, da er auch mit dem Grafen verwandt war. Otto aber gab es an Siegfrieds jüngeren Bruder Gero, was Thankmar verärgerte.

Eberhard begann mit seinem Vasallen Bruning eine Fehde, brannte die Burg Helmern nieder und tötete alle Bewohner. Der König war über diese Selbstjustiz erzürnt, verurteilte Eberhard zur Abgabe von Pferden im Wert von 100 Pfund und seine Heerführer zur schimpflichen Strafe des Hundetragens. Mit dieser Strafe wollte Otto das Recht des Adels auf Fehde und Selbstjustiz aus beleidigter Ehre eindämmen.

Die Personalpolitik des Königs führte zu großer Unzufriedenheit innerhalb der sächsischen Großen. Thankmar nahm Kontakt mit Eberhard und Wichmann auf. Er belagerte die Festung Belecke an der Möhne, in der sich sein Halbbruder Heinrich aufhielt, und verschleppte ihn. Da aber beim Kampf um Belecke Gebhard, der Neffe des Schwabenherzogs Hermann I., gefallen war, stellte sich Hermann I. nun hinter König Otto I. und spaltete damit das Lager der Konradiner. Das nächste Ziel war die Eresburg, die Thankmars Stützpunkt für Raubzüge wurde. Als Thankmar seinen Bruder mit dem Heer sah, zog er sich in die Festung zurück. Die Besatzer sahen das Heer und öffneten am 28. Juli 938 die Tore. Thankmar flüchtete in die Kirche. Ein Vasall namens Maincia tötete ihn durch das Fenster mit einem Speer und raubte die Kette und die Waffen. Als Otto dies hörte, war er bestürzt und trauerte um Thankmar. Dessen Getreue allerdings bestrafte er mit dem Tod. Eberhard war nun isoliert.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel Thankmar (Liudolfinger)VersionsgeschichteBearbeitungsstand 264863041mit KI-Unterstützung gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0