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Turckheim

französische Gemeinde im Elsass

312 wurde Türkheim Freie Reichsstadt des Heiligen Römischen Reichs, erhielt 1354 Markt- und Stadtrechte und schloss sich im gleichen Jahr der Dekapolis an. Aus dieser Zeit stammen die drei Tortürme und die Befestigung. Im Westfälischen Frieden erhielt die französische Krone die Habsburger Besitzungen im Elsass zugesprochen und bemühte sich danach um die Herrschaft über die Städte der Dekapolis. Am 5. Januar 1675 wurden das Heer des Kaisers und das des Großen Kurfürsten durch Turenne in der Schlacht bei Türkheim geschlagen und mussten sich bei Straßburg über den Rhein zurückziehen. 1680 wurde die Ortschaft zusammen mit Colmar, Kaysersberg und Münster im Georgiental vom Königreich Frankreich annektiert. Von 1871 bis 1918 und von 1940 bis 1944 gehörte die Stadt wieder zum Deutschen Reich.

Drei viereckige Tortürme, die Porte du Brand, die Porte de Munster und die zur Rheinebene weisende Porte de France sind neben Resten der Stadtmauer Zeugnisse der Stadtbefestigung aus dem 14. Jahrhundert.

Turckheims wirtschaftliche Basis beruht auf einem der wenigen Elsässer Weine, die durch ihre Lage bekannt geworden sind, dem Türkheimer Brand. Nachdem früher die Textil- und Papierindustrie eine wichtige Rolle spielten, ist heute der Tourismus Haupterwerbszweig in Turckheim. Die Gemeinde besitzt seit 1868 einen Bahnhof an der Bahnstrecke Colmar–Metzeral.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel TurckheimVersionsgeschichteBearbeitungsstand 268250929redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: © Christian Ametentstanden 2007CC BY 2.5Quelle