Kontextartikel1 Min. Lesezeit

Ulm

Großstadt in Baden-Württemberg, Deutschland

Königspfalz und erste Nennung

m frühen Mittelalter, wohl um 850, wurde Ulm zur Königspfalz. Die erste urkundliche Erwähnung datiert vom 22. Juli 854. König Ludwig der Deutsche besiegelte damals eine Urkunde in Hulma.

UlmOrt auf der Karte 164848.3986 N, 9.9911 OAuf der Karte zeigen

Reichsstadt nach dem Ende der Staufer

Mit dem Ende der staufischen Herrschaft gelang es Ulm, eine Königsstadt zu bleiben. Möglicherweise lag das daran, dass die Reichsvogtei innehabenden Linien der Grafen von Dillingen fast gleichzeitig ausstarben und Graf Ulrich von Württemberg als neuer Vogteiinhaber keine Ambitionen bezüglich Ulms hatte.

Höhepunkt als reichsstädtisches Territorium

Ihren wirtschaftlichen wie kulturellen Höhepunkt erreichte die Stadtentwicklung um 1500. Ulm besaß das nach Nürnberg zweitgrößte reichsstädtische Territorium auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland. Drei Städte, Geislingen, Albeck und Leipheim, sowie 55 Dörfer gehörten zum Gebiet. Die Stadt war wichtiger Umschlagplatz für Eisen, Textilwaren, Salz, Holz und Wein.

Verlust der Reichsfreiheit und Wechsel der Landesherrschaft

Die Neuordnung Europas durch Napoleon wirkte sich auch in Ulm aus. 1802, noch vor der Verkündung des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803, verlor die Stadt ihre Unabhängigkeit und wurde dem Kurfürstentum Bayern eingegliedert. Anknüpfend an Ulms führende Rolle innerhalb des aufgelösten schwäbischen Reichskreises wurde Ulm Sitz der Landesdirektion der Baierischen Provinz Schwaben. Für Ulm hatte der spätere Übergang an Württemberg 1810 schwerwiegende und bis heute andauernde Folgen: der größere Teil des ehemaligen reichsstädtischen Territoriums kam zwar mit Ulm an Württemberg, unterlag jedoch zu großen Teilen nicht mehr direkter Ulmer Verwaltung, sondern wurde anderen Ämtern zugeschlagen.

Drei Wege weiter

Grundlage: Wikipedia-Artikel UlmVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270683190redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: Candidusentstanden 2006Public domainQuelle