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Vertrag von Bärwalde

Militärbündnisvertrag zwischen Frankreich und Schweden, 1631

as schwedische Eingreifen mit der Landung auf Usedom am 24. Juni 1630 rettete die protestantischen Fürsten und Städte vor einer drohenden Niederlage und markierte den Übergang vom Religions- zum Hegemonialkrieg. Kardinal Richelieu unterstützte die protestantische Sache, um die Vormachtstellung der Habsburger zu schwächen, während Gustav II. Adolf sich als Verfechter des Protestantismus gegen Kaiser Ferdinand II. sah, den er als Kreuzzügler einschätzte. Zugleich verfolgte Gustav II. Adolf die materielle Erstarkung Schwedens und die Beherrschung der Ostseeküste, was ihn aus Sicht des sächsischen Kurfürsten Johann Georg I. auch zu einem Eindringling machte. Dieses Spannungsverhältnis führte nach 1635 zum Bruch des Bündnisses. Im neumärkischen Bärwalde schlossen Gustaf Graf Horn für Schweden und Hercule de Charnacé für Frankreich den Vertrag, in dem sich Frankreich für zehn Jahre verpflichtete, sich mit insgesamt 400.000 Reichstalern an den schwedischen Kriegskosten zu beteiligen, ohne selbst mit eigenen Truppen einzugreifen.

Schweden verpflichtete sich, ein Heer von 30.000 Mann und 6.000 Reitern ins Reichsgebiet zu führen und zu unterhalten. Frankreich beteiligte sich mit zwei jährlichen Zahlungen von jeweils 20.000 Reichstalern an das schwedische Schatzamt. Politisches Ziel war die Wiederherstellung des territorialen Status quo im Reich vor Kriegsausbruch. Alle Staaten und Fürsten sollten dem Bündnis beitreten können, und mit Herzog Maximilian I. von Bayern als Führer der Katholischen Liga sollte Freundschaft oder wenigstens Neutralität gesucht werden, um den Kaiser zu isolieren. Die Religionsfreiheit der Reichsstände wurde anerkannt, und keiner der Verbündeten durfte ohne den anderen Frieden schließen. Schon bei Vertragsabschluss zeigte sich, dass die tatsächlichen Unterhaltskosten mehr als fünfmal so hoch waren wie im Vertrag genannt, sodass sich das Heer auch aus dem Land ernähren musste. Der zunächst auf fünf Jahre befristete Vertrag wurde am 9. April 1633 zu Heilbronn bis zur Herstellung eines festen Friedens erneuert.

Im Vertragstext selbst wird ein Bund zwischen den Königen von Schweden und Frankreich beschworen, zur Verteidigung gemeinsamer Freunde, zur Sicherheit von Ostsee und Ozean, zur Freiheit des Handels und zur Wiederherstellung der unterdrückten Stände des Römischen Reiches. Der König von Schweden sollte 30.000 Mann zu Fuß und 6.000 Reiter auf eigene Kosten nach Deutschland führen, während der König von Frankreich 400.000 Reichstaler jährlich zahlen sollte. Für den Fall eines schwedischen Erfolges wurde festgelegt, dass in besetzten und abgetretenen Gegenden nach den Gesetzen des Reiches verfahren werde und die Ausübung der römisch-katholischen Religion dort, wo sie bestehe, unangetastet bleibe.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel Vertrag von BärwaldeVersionsgeschichteBearbeitungsstand 264182236redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0