Wipo
mittellateinischer Dichter und Historiograph
ine der zentralen Ausgaben von Wipos Werken stammt von Harry Bresslau. Er brachte die Schriften unter dem lateinischen Titel Wiponis Opera heraus und ordnete sie in eine wissenschaftliche Editionsreihe ein. Die Ausgabe bildet den Band 61 der Reihe Scriptores rerum Germanicarum in usum scholarum separatim editi, die eigens für den schulischen und wissenschaftlichen Gebrauch konzipiert wurde. Erschienen ist dieser Band 1915 in Hannover. Heute lässt sich die Ausgabe als Digitalisat im Rahmen der Monumenta Germaniae Historica einsehen, wodurch Wipos Texte in dieser Fassung auch online zugänglich sind.
Neben Bresslaus Edition existiert eine deutschsprachige Ausgabe von Werner Trillmich, der Wipos Gesta Chuonradi II Imperatoris bearbeitete. Diese Ausgabe entstand in Zusammenarbeit mit Rudolf Buchner und wurde in die Sammlung Quellen des 9. und 11. Jahrhunderts zur Geschichte der hamburgischen Kirche und des Reiches aufgenommen. Diese Sammlung ist ihrerseits Teil der umfangreicheren Reihe Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters. Innerhalb dieser Reihe erschien Wipos Text als Band 11, was seine Bedeutung innerhalb der mittelalterlichen Quellenüberlieferung unterstreicht.
Von dieser Ausgabe existiert eine mehrfach überarbeitete Fassung. Verwendet wurde die siebte Auflage, die gegenüber früheren Fassungen um einen Nachtrag ergänzt wurde. Veröffentlicht wurde sie im Jahr 2000 bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft in Darmstadt und trägt die ISBN 3-534-00602-X. Innerhalb dieses Bandes nimmt Wipos Werk die Seiten 507 bis 613 ein, was den Umfang seiner dort abgedruckten Schriften markiert.