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Zwickau

Stadt in Sachsen, Deutschland

118 wurde in einer Urkunde des Bischofs Dietrich I. von Naumburg, ausgestellt im Kloster Bosau bei Zeitz, erstmals das territorium Zcwickaw erwähnt. Das Dokument liegt nur als Kopie aus dem 16. Jahrhundert vor, die Originalschreibweise ist unklar. Der Name ist slawischer Herkunft, gebildet mit dem Suffix -ov, eingedeutscht zu -au.

1348 wurde das Landrecht und das an den Sachsenspiegel angelehnte Zwickauer Gewohnheitsrecht im Codex Statutorum Zviccaviensium kodifiziert, dem Zwickauer Stadtrechtsbuch. Es enthält bildliche Darstellungen der Todesstrafe, erste Handwerksordnungen und die erste Erwähnung der Steinkohle. Der Brand von 1403 vernichtete fast die gesamte Stadt. Markgraf Wilhelm I. gewährte danach eine siebenjährige Steuerbefreiung zur Erleichterung des Wiederaufbaus.

1470 wurden die Schneeberger Silbervorkommen entdeckt, deren Ausbeutung hauptsächlich in den Händen Zwickauer Patrizier lag, darunter Amtshauptmann Martin Römer, dessen Bruder Nicol, Hans Mergenthal und Hans Federangel. 1473 übertrug Kaiser Friedrich III. der Stadt das Rotsiegelprivileg, das sonst nur dem Kaiser oder hohen geistlichen Würdenträgern vorbehalten war. Zuvor, 1444, hatte die Stadt ihre Gerichtsbarkeit zurückerhalten.

Nach der Leipziger Teilung von 1485, hervorgegangen aus dem Sächsischen Bruderkrieg und dem Altenburger Prinzenraub, gehörte Zwickau zum ernestinischen Sachsen unter Kurfürst Johann Friedrich I. Im Schmalkaldischen Krieg wurde die Stadt im Januar 1547 durch die Truppen des Albertiner Herzogs Moritz besetzt, geplündert, abgebrannt und die Bewohner vertrieben.

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Grundlage: Wikipedia-Artikel ZwickauVersionsgeschichteBearbeitungsstand 270528955redaktionell gekürzt und umformuliert, CC BY-SA 4.0
Foto: André Karwath aka Akaentstanden 2005CC BY-SA 2.5Quelle